Altmeisterduell unter der Zugspitze, SC Riessersee gegen EV Füssen. Die Garmischer gewinnen mit 6:2 (2:1, 2:1, 2:0). Aus Füssener Sicht ein relativ ausgeglichenes Drittel, ein ganz schwaches Drittel, ein gutes Drittel. Allen drei war aber gemein dass sie verloren wurden und somit am Ende eine weitere verdiente Niederlage für das Schlusslicht der Oberliga Süd bedeuten.Ev Füssen

Bereits nach knapp vier Minuten konnte man einen schönen Angriff zum 0:1 durch Julian Straub abschließen. Als vor dem eigenen Tor zu zaghaft agiert wurde, nutzte der junge Anselm Gerg die Chance zum Ausgleich. Danach kam der EVF durch Strafzeiten unter Druck und musste in Unterzahl das 2:1 durch Benjamin Kronawitter hinnehmen.

Auch das Mitteldrittel begann mit einer Chance und einem Powerplay eigentlich gut für Füssen. Allerdings gelang kein Treffer, den markierte Robin Soudek zum 3:1. Danach wurde der SCR immer überlegener und nutzte seinerseits eine Überzahlsituation zum 4:1 durch Aziz Ehliz. In der Folge liefen die Ostallgäuer nur noch hinterher und gewannen praktisch keinen Zweikampf mehr. Das 4:2 nach einem Abwehrfehler durch Pius Seitz entsprach nicht den Spielanteilen zu diesem Zeitpunkt.

Wie schon in Regensburg zeigten die Füssener dann plötzlich im letzten Abschnitt ein anderes Gesicht. Der Gegner wurde nun früh gestört, die Zweikämpfe aggressiv geführt und auch gewonnen. Nur war das bereits zu spät, denn die Hausherren verteidigten geschickt und trafen durch einen Konter von Verteidiger Christoph Eckl in die Füssener Drangphase hinein zum 5:2. Der fand die Lücke im kurzen Eck, während beim nächsten EVF-Angriff die Scheibe beim wesentlich weiter offenen Tor nur den Weg an den Pfosten nahm. Als Torhüter Benedikt Hötzinger bereits viereinhalb Minuten vor Ende für einen weiteren Feldspieler gebracht wurde, traf Alexandre Perron-Fontaine fast über das gesamte Feld zum Endstand von 6:2. (MiL)

Tore: 0:1 (4.) Straub (Sill, Seitz), 1:1 (11.) Gerg (Seidl, Eckl), 2:1 (12.) Kronwitter (Radu, Kircher/5-4), 3:1 (24.) Soudek (Eckl, Kronawitter), 4:1 (27.) Ehliz (Knaub, Soudek/5-4), 4:2 (37.) Seitz (Wiedemann, Straub), 5:2 (49.) Eckl (Soudek), 6:2 (57.) Perron-Fontaine (ENG).

Strafminuten Riessersee 8, Füssen 10.

Zuschauer 323

Der EVF konnte sich im Heimspiel gegen die Lindau Islanders zwar knapp, insgesamt aber hochverdient mit 3:2 (2:1, 0:0, 1:1) durchsetzen. Trotz eines kleinen Kaders waren die Schwarz-Gelben über den Großteil der Partie lauf- und zweikampfstärker und belohnten sich für ihren Einsatz mit den ersten drei Heimpunkten seit zwei Monaten.

Die Füssener starteten mit viel Elan und drängten die Gäste in deren Verteidigungsdrittel. Gegenangriffe wurden sofort abgefangen und Torhüter Matthias Nemec und seine Verteidigung beständig unter Druck gesetzt. Die Folge war der frühe Führungstreffer durch Andrei Taratukhin. Ein Wermutstropfen war der Ausgleich der Lindauer gleich mit ihrer ersten Torchance. Andreas Farny nutzte eine Unachtsamkeit in der Defensivarbeit. Gleich darauf wäre der EVL beinahe mit der zweiten Möglichkeit in Führung gegangen. Die Füssener fingen sich aber schnell wieder und konnten durch ein Überzahltor von Marc Sill das 2:1 erzielen. Kurz darauf verweigerte der Schiedsrichter dem dritten Treffer von Samuel Payeur die Anerkennung, obwohl dieser vom Gegner in den Torraum befördert worden war. Ein weiteres Powerplay spielte der EVF gefällig, aber Lindau hatte auch eine gute Unterzahlchance durch Andreas Farny.

Nachdem eine eigene Strafzeit gut überstanden wurde, nahmen die Füssener das Heft im zweiten Drittel wieder fest in die Hand. Nach feinem Taratukhin-Zuspiel scheiterte Tobias Baader völlig frei aus kurzer Distanz am starken Nemec, der in dieser Phase sein Team im Spiel hielt. Lubos Velebny, Andrei Taratukhin, wieder Velebny sowie zweimal Marc Besl hatten große Möglichkeiten zum dritten Treffer, der aber nicht fallen wollte.

Im letzten Abschnitt verpasste der EVF bei einem Überzahlspiel gleich mehrmals knapp. Eine Unterzahlsituation wurde souverän überstanden, ehe wieder das Heimteam am Drücker war und Nemec gleich vier Mal gegen Baader, Dalldush, Besl und Taratukhin klären musste. Nach seinem Fanghandsave gegen den Russen gab es Bully, von welchem in der Folge ein Konter gestartet wurde, den Lüsch mit einem überraschenden Schuss zum nicht minder überraschenden Ausgleich verwertete. Die Füssener fingen sich jedoch auch nach diesem Rückschlag schnell wieder und machten in der Offensive Druck. Gut drei Minuten vor dem Ende zahlte sich das aus, denn dem EVL unterlief ein böser Abwehrschnitzer, den Marc Sill gedankenschnell zum 3:2 nutzte. Danach hatte das Team vom Bodensee noch eine gute Möglichkeit zum erneuten Ausgleich, aber auch das Ziehen des Torhüters brachte nichts mehr, es blieb beim verdienten EVF-Sieg. (MiL)

Tore: 1:0 (3.) Taratukhin (Besl, Simon), 1:1 (7.) Farny (Schneider, Klingler), 2:1 (12.) Sill (Taratukhin, Velebny/5-4), 2:2 (51.) Lüsch, 3:2 (57.) Sill (Seitz, Dalldush).

Strafminuten Füssen 6, Lindau 10.

Zuschauer 125