Niedersachsens Häfen sehen sich für einen möglichen harten Brexit am 31. Oktober gut gerüstet. „Das Personal vor Ort ist entsprechend geschult. Es wurden Pufferflächen geschaffen. Wenn es einen Rückstau von Waren geben sollte, hätten wir keine Probleme, dies abzufangen“, sagte Timo Schön, Geschäftsführer der Marketinggesellschaft „Seaports of Niedersachsen“, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Eine Boje im Meer, über dts Nachrichtenagentur

Schön fügte hinzu: „Wir haben uns von vornherein auf den Worst Case eingestellt. Besser, wir werden von der Situation positiv überrascht, als andersherum.“

Langfristig sieht Schön durch den Austritt der Briten auch „Chancen für unsere Häfen. Denn es wird Regionen geben, die nicht ganz so gut vorbereitet sind. Wenn es also zu Verlagerungen von Verkehrswegen kommt, können wir sagen, wir stehen als verlässliche Partner bereit“. Um den Häfen auch in konjunkturell schwierigen Zeiten beiseitezustehen, fordert die Hafenbranche von der Bundespolitik ein stärkeres Bekenntnis zum Thema Windenergie.

„Das ist für uns ein ganz großes Thema“, sagte der Seaports-Geschäftsführer weiter: „Im Moment herrscht im Bereich Windenergie einfach zu viel Unsicherheit. Nur verbindliche Zusagen der Politik sorgen für Planungssicherheit.“ Vor allem die Hafenstandorte Emden und Cuxhaven, aber auch Nordenham und Brake seien stark im Umschlag von Windkraftkomponenten oder auch als Basishafen involviert. Schön fügte hinzu: „Auch die Energiebranche braucht eine klare Unterstützung, um sich dann zum Standort Niedersachsen zu bekennen.“