Angesichts der aktuellen Hitzeperiode haben Flüsse bayernweit derzeit niedrige Wasserstände. Dies gilt auch für den Lech und hat Auswirkungen auf die städtischen Kanäle und Kraftwerke. Im Hinblick auf die Kanuslalom-WM, die vom 26. Juli bis 31. Juli auf dem Eiskanal ausgetragen wird, informierte die Stadtverwaltung heute über eingeleitete Maßnahmen zur Sicherung des Sportevents.

Wasser Kanu Em 20.Jpeg
Foto: Wolfgang Czech

Der Eiskanal wird, wie viele städtische Kanäle und Bäche, vom Lech mit Wasser gespeist. Sind die Bäche voll, wird automatisch Wasser in den Eiskanal gedrückt. Da dieser Effekt aufgrund des Niedrigwassers ausbleibt, wurden seit Montagabend drei Betonleitwände im parallel zum Eiskanal verlaufenden Hauptstadtbach angebracht. Der dadurch entstehende Rückstau versorgt den Eiskanal mit zusätzlichen Wassermengen.

Oberbürgermeisterin Eva Weber erklärte: „Bei der Entscheidung hatte der Schutz von Natur und Tieren oberste Priorität. Das Ökosystem wird dadurch nicht beeinträchtigt. Auch hatten wir das innerstädtische Bachsystem im Blick, die Maßnahme hat darauf keine Auswirkungen.“ Der im Moment niedrigere Wasserstand in vielen Bächen und Kanälen ist der Trockenheit geschuldet.

Der Hauptstadtbach, der Kaufbach im Fribbe und der Proviantbach können nach wie vor zum Erfrischen genutzt werden. Markus Haller vom städtischen Tiefbauamt, der mit seinem Team die Betonleitwände unter hohem Zeitdruck eingerichtet hat, erläuterte: „Wir sind auf einem guten Weg. Im Laufe des Tages werden wir das Ganze noch nachjustieren, sodass die Athletinnen und Athleten voraussichtlich morgen Mittag wieder im Eiskanal trainieren können.“ Weber betonte ausdrücklich: „Die symbolische Kuh ist noch nicht aus dem Lech, auf das Wetter haben wir keinen Einfluss.“ Projektkoordinator Johannes Heiß sagte: „Wir haben nun alles in unserer Macht Stehende getan und bleiben zuversichtlich.“ Die Stadtverwaltung steht auch in engem Austausch mit den Kraftwerksbetreibern und den betroffenen Firmen entlang der Kanäle.