Der erste Heimspielauftritt der Drittliga-Handballerinnen des TSV Haunstetten entwickelte sich zur Geduldsprobe: gegen den starken Aufsteiger ASV Dachau konnten die Rot-Weißen erst in den letzten zehn Minuten die Partie an sich reißen, um den knappen 27:25 (12:13)-Heimsieg zu realisieren.

20150328_tsv-haunstetten-mainz_020_vornehm Noch viel Luft nach oben | TSV Haunstetten muss sich Heimsieg gegen Aufsteiger Dachau hart erkämpfen Augsburg Stadt Handball News News Sport ASV Dachau TSV Haunstetten Handball | Presse Augsburg
Trainer Herbert Vornehm sieht noch Luft nach oben Foto Dominik Mesch

Zunächst sah es vor 250 Besuchern mit dem 4:1-Blitzstart der Einheimischen nicht nach einer knappen Angelegenheit aus, aber die Dachauer stellten sofort unter Beweis, dass sie heuer mehr als nur ligatauglich sind. Nachdem dem TSV in der Offensive einige technische Fehler unterlaufen waren, stand es plötzlich 4:4 (12.Minute). Und Haunstetten tat sich weiter schwer: die Gäste zeigten sich extrem beweglich und aggressiv in ihrer Abwehrarbeit und kamen vorne immer wieder über geschickte Kreisanspiele zum Erfolg. Auf der anderen Seite lief der TSV weiterhin hinterher, zumal man immer noch auf der Suche nach der richtigen Formation war. Der bedenkliche 8:12-Rückstand fünf Minuten vor der Pause konnte wenigstens noch auf einen Treffer verkürzt werden.

Vornehm über Leistung sehr zufrieden

Dachau legte nach dem Seitenwechsel sofort nach (15:12), dann gewann aber auch Haunstetten an Stabiltät. Zwar folgte dem 17:17-Ausgleich (43.) kurze Zeit später wieder ein 2-Tore-Rückstand, dies sollte aber der letzte sein. Die Schlussphase dominierten endlich die Gastgeber, die im Gegensatz zum Auftaktmatch ihre Sache diesmal gekonnt herunter spielten. TSV-Trainer Vornehm war im Anschluss trotz der vielen Verbesserungsmöglichkeiten über den ersten Sieg sehr zufrieden: „Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, die noch einige Ausrufezeichen setzen wird. Spritzigkeit und Zweikampfverhalten waren oft besser als bei uns und einige Zuschauer haben deren Auftreten sogar mit dem von uns vor drei/vier Jahren verglichen. Da wollen wir nun auch wieder hin.“

Die nächste Partie sieht erneut ein Heimspiel und auch wieder ein Bayern-Derby vor: am Donnerstag, den 3.Oktober empfängt man um 17 Uhr den HCD Gröbenzell und hat hier die Gelegenheit mit einem weiteren Sieg den Platz im Mittelfeld vorläufig zu stabilisieren.

TSV: Frey, Spindler (Tor); Irmler (7/2), Horner (5), Fischer (4), Walter, Keßler (je 3), Niebert, Knöpfle (je 2), Hoffmann (1), Joerss, Hänsel, Driske, Kurstedt

hv