Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 97.000 Photovoltaikanlagen erzeugen auf den Hausdächern im Regierungsbezirk Schwaben grünen Strom. Hinzu kommen rund 250 Freiflächenanlagen. Insgesamt produzieren die Solaranlagen über 2,1 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Das reicht, um rechnerisch rund 700.000 Haushalte klimafreundlich versorgen zu können. Doch damit ist das Potenzial bei der Photovoltaik (PV) noch längst nicht ausgereizt: Analysen des Energieatlas Bayern (www.energieatlas.bayern.de) zeigen, dass auf den bayerisch-schwäbischen Hausdächern noch viel mehr grüner Strom aus Photovoltaik produziert werden könnte.

Legt man das technisch mögliche Potenzial für Dachanlagen zugrunde, könnte man die heute installierte Leistung von 1.698 Megawatt auf 4.102 Megawatt erhöhen. Knapp 218.000 Dachanlagen wären dann in Schwaben installiert. Rechnerisch ließen sich damit allein mit Strom aus Photovoltaik 34 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Schwaben decken – bisher sind es 14 Prozent.

„Bayerisch-Schwaben ist heute schon Vorreiter bei der Photovoltaik. Dennoch haben wir in unserer Region noch erhebliches Potenzial bei der Nutzung der Sonnenenergie“, sagt LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. „Mit der richtigen Planung und Technik können Hausbesitzer mit einer PV-Anlage den Klimaschutz voranbringen und ihre Energiekosten reduzieren.“

Trend geht zu Eigenstromoptimierung

Bei den Verbrauchern ist das Interesse an PV-Lösungen weiterhin ungebrochen. Die Entwicklung bei den kleinen Anlagen ging in den letzten Jahren stark in Richtung Eigenstromoptimierung: Strom aus den Photovoltaikanlagen wird immer häufiger selbst genutzt und nicht ausschließlich ins Stromnetz eingespeist. Möglich wird diese Optimierung mit dem LEW Energiemanager: Die Anwendung erlaubt die Einbindung von Batteriespeichern. Damit lassen sich bis zu 75 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt selbst decken. Wichtig ist dabei, dass die PV-Anlage auf den Bedarf der Kunden ausgelegt wird.