Insgesamt fünf Mülleimer mit solarbetriebener Presse, sogenannte „Press-Hais“, wurden in der Nördlinger Fußgängerzone installiert. Sie können ungefähr das siebenfache Volumen der bisherigen Mülleimer fassen.

20220805 Presshai
Press-Hai vor dem Nördlinger Tanzhaus am Marktplatz. Foto: Christina Atalay, Stadt Nördlingen

„Gerade an sonnigen Wochenenden wird sehr viel Müll in unseren öffentlichen Mülleimern entsorgt,“ so Oberbürgermeister David Wittner. Mit den „Press-Hais“ verspricht sich die Stadt auch, dass die Leerungsintervalle durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofs und somit die Kosten für die Allgemeinheit verringert werden können.

Bereits im Sommer 2020 waren die speziellen Mülleimer getestet und anschließend vom Stadtrat für gut befunden worden. „Der Press-Hai besticht durch modernste Technologie. Das leistungsstarke Solarmodul auf dem schrägen Dach ist 360 Grad drehbar und kann stufenlos ausgerichtet werden. Dank berührungsloser Bedienung bietet der Mülleimer
zudem eine hohe Benutzerfreundlichkeit und Hygiene,“ beschreibt Oberbürgermeister David Wittner das Produkt. Die neuen Mülleimer werden gemeinsam mit anderen Maßnahmen aus dem bayerischen Sonderfonds „Innenstädte beleben“ gefördert. An den neuen Mülleimern wurden zudem zusätzlich Aschenbecher angebracht.

Dort wo jetzt „Press-Hais“ stehen wurden einfache Müllbehälter abgebaut. Sie werden nun an anderer Stelle aufgebaut, so dass zukünftig fünf zusätzliche Mülleimer das Sauberhalten der Innenstadt erleichtern. Erst im Frühjahr hatte die Stadt eine Sauberkeitskampagne gestartet.

Wasserknappheit | Brunnen in Nördlingen außer Betrieb genommen

Auf drei Bannern, die abwechselnd an neuralgischen Punkten der Stadt  aufgestellt werden, soll mit flotten Sprüchen auf Rieserisch dazu animiert werden, Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. So heißt es unter anderem „Schmeiß ́ die Sach in Kibel nei, a dreckats Pflaschter muass ja net sei“.

„Am besten wäre jedoch, dass der Müll gar nicht erst entstehen würde,“ so Oberbürgermeister David Wittner. Er bittet die örtlichen Geschäfte, Mehrwegsysteme konsequent anzubieten und die Bürgerinnen und Bürger von nachhaltigen Alternativen Gebrauch zu machen. So regt er an, sich beispielsweise „bei der Eisdiele gegen einen Einmalbecher und für die leckere essbare Waffel zu entscheiden.“