Nördlingen und Donauwörth bewerben sich für das Projekt „Öffnungskonzepte“

Zahlreiche Städte haben sich für das Modellprojekt „Öffnungskonzepte“ bei der bayerischen Staatsregierung beworben. Auch einige schwäbische Kommunen wollen dabei sein, pünktlich zum Abgabeschluss heute Mittag waren auch die Bewerbungen der Rieser Städte Nördlingen und Donauwörth vorgelegen.

Grosse Kreisstadt Donauwoerth Luftbild Foto Simon Bauer Scaled
Foto: Stadt Donauwörth / Simon Bauer

Die Stadt Nördlingen bewirbt sich für das Modellprojekt „Öffnungskonzepte“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, in dessen Rahmen untersucht werden soll, unter welchen Voraussetzungen bestimmte Lebensbereiche auch bei höheren Inzidenzen geöffnet werden können.

Der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek MdL forderte alle am Modellprojekt interessierten Städte auf, bis zum Dienstag, 06.04.2021, 12:00 Uhr ein Umsetzungskonzept vorzulegen.

Mit großem Einsatz und Engagement erarbeitete deshalb die Stadtverwaltung in kürzester Zeit eine gelungene Bewerbung aus, in die auch das Landratsamt Donau-Ries eingebunden war.

„Nach einem Jahr Pandemie kann die Öffnung unserer Läden, unserer Restaurants und unserem Kinobetrieb in Nördlingen verantwortungsvoll organisiert werden. Jetzt muss uns in Nördlingen nur noch die Chance gewährt werden, dies zu beweisen“, appelliert Oberbürgermeister David Wittner an den Ministerrat, der am Mittwoch, 07.04.2021, entscheidet, ob, wann und mit welchen Kommunen das Modellprojekt starten kann.

Auch Donauwörth bewirbt sich

Auch Donauwörth möchte Modellkommune für Öffnungsperspektiven in der Coronapandemie werden: Mit der erfolgten Bewerbung für das Modellprojekt „Öffnungskonzepte“ des Bayerischen Gesundheitsministeriums verfolgt Oberbürgermeister Sorré für Donauwörth das Ziel, baldmöglichst Wege auszuloten, wie sich Pandemiegeschehen und ein Stück Normalität vereinbaren lassen.

„Mir ist es wichtig, für die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aber auch für unsere Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister, so früh als möglich Erleichterungen im Alltag zu schaffen. Hierzu könnte das Modellprojekt ein guter Lösungsansatz sein“.

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Die räumlichen und strukturellen Gegebenheiten der Großen Kreisstadt seien ideal für das Projekt: Mit einer klar umgrenzten Innenstadt, in der ein Öffnungskonzept gut umgesetzt werden könnte, und als Oberzentrum mit großer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung. OB Sorré: „Als besonders vorteilhaft sehe ich zudem die Ansiedelung der City-Initiative bei der Stabsstelle Stadtmarketing im Rathaus: Dies ermöglicht kurze Wege zu unseren Gewerbetreibenden und Gastronomen. Diesen möchte ich mit unserer Bewerbung zugleich signalisieren, wie wichtig Öffnungsperspektiven sind: Seit vielen Monaten halten die Betreiber schlüssige Hygiene- und Schutzkonzepte für eventuelle Öffnungsschritte bereit. Dies wurde von der Bevölkerung auch wahrgenommen. Im Zuge einer Lockerung im Modellprojekt könnte sich damit beispielsweise auch zeigen, dass die Akzeptanz für behördliche Auflagen steigt, wenn es im Gegenzug mehr Freiräume gibt.“

Vier weitere Bewerbungen aus dem Allgäu und Schwaben sollen vorliegen

Neben Nördlingen und Donauwörth haben sich auch Günzburg, Lindau, Kempten und Memmingen aus der Schwaben und dem Allgäu als Modellkommune beworben. Einer möglichen Bewerbung der Bezirkshauptstadt Augsburg wurde vorzeitig eine Absage erteilt. Für einen Modellversuch sei die Stadt zu groß.