Ein unschönes Ende nahm der letzte Wettbewerb der Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf. Im Zielsprint waren sich Johannes Hoesflot Klaebo (NOR) und Alexander Bolshunov (RSF) ins Gehege gekommen und in der Folge der Stock des Russen gebrochen. Klaebo kam als erster ins Ziel, Bolshunov musste aufgrund des Missgeschicks auch den zweiten Norweger Emil Iversen (NOR) vorbei lassen. Nach einem Protest des Russischen Skiverbandes wurde der Norweger disqualifiziert. Der anschließende Gegenprotest der Norweger fand kein Gehör. Die Goldmedaille ging daraufhin an Iversen, Bolshunov holte Silber und Bronze ging damit völlig unerwartet an Simen Hegstad Krueger.

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Foto: OC Oberstdorf 2021

Der 50-km-Langlauf der Männer gilt für Experten als Königsdisziplin dieser Sportart und bildet traditionell den Abchlusswettbewerb der Nordischen Weltmeisterschaften. In Oberstdorf setzte der Überraschungssieg von Emil Iversen über die längste Distanz den Schlussunkt hinter eine WM, die aufgrund Corona-Auflagen eine besondere Herausforderung war und sicher als einmalig in der Geschichte des Nordischen Skisports eingehen wird.
Achtmal ging es auf die 6,25 km lange Runde. Wie vorausgesagt, ging das Rennen erst bei Kilometer 40 so richtig los. Mehr als zwei Stunden waren die Ausdauersportler unterwegs auf der Strecke mit ihren bissigen Anstiegen. Am Ende zeigten vier Norweger und der Russe Bolshunov, wie erwartet, noch die meiste Kraft.
Am letzten Anstieg vor dem Egli-Hügel kam es dann zum erwarteten Showdown. Bolshunov forcierte das Tempo, hatte aber Johannes Hoesflot Klaebo dicht auf den Fersen. Auch Emil Iversen konnte mithalten. Am Ende jedoch passierte es Klaebo, Iversen und Bolshunov waren gemeinsam auf die Ziellinie abgebogen. Dabei stritten sich Klaebo und Bolshunov vor Iversen um die „bessere“ Spur. Klaebo erwischte Bolshunov am Arm, der daraufhin der rechte Stock brach und damit chancenlos war im Rennen um die Goldmedaille.