Norovirus hat Saison – Angst vor großer Krankheitswelle unbegründet

Über das Norovirus wird derzeit sehr viel geschrieben und gesprochen. Manche Informationen in diesem Zusammenhang entsprechen laut dem staatlichen Gesundheitsamt am Landratsamt Aichach-Friedberg nicht den Tatsachen und tragen zu Verunsicherung bei. Das Amt hat deshalb die wichtigsten Punkte zum Norovirus im Anhang zusammengefasst.

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Symbolbild

Beim derzeit auftretenden Norovirus handelt es sich um einen Krankheitserreger, der weltweit und ganzjährig verbreitet ist. Auch in unseren Breitengraden ist das Virus die häufigste Ursache für Magen-Darm-Ausbrüche. Das liegt an der sehr hohen Ansteckungsfähigkeit der Erreger. Während der kalten Jahreszeit kommt es üblicherweise zu einer Häufung von Erkrankungsfällen. Angst vor einer „den Landkreis überrollenden Krankheitswelle“ muss man aus aktuellem Anlass also nicht haben.

Eine Norovirusinfektion ist zwar äußerst unangenehm und geht häufig mit heftigem Erbrechen und Durchfall einher. Lebensbedrohlich ist die Erkrankung aber nicht. In aller Regel hören die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen von alleine wieder auf. Eine gezielte Behandlung ist nicht notwendig. Wichtig ist aber, dass Erkrankte in der Akutphase sowie mindestens zwei Tage nach Ende der letzten Symptome zuhause bleiben, um nicht noch weitere Personen anzustecken.

Um sich aktiv vor einer Ansteckung zu schützen, sollte man regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife waschen. Händedesinfektionsmittel können die allgemeine Händehygiene sinnvoll ergänzen. Man sollte sich aber unbedingt davon überzeugen, dass das eingesetzte Mittel auch tatsächlich gegen Noroviren wirksam ist: Es muss „viruzid“ oder „begrenzt viruzid plus“ sein.