NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) spricht sich für die Ausrichtung Olympischer Spiele in Nordrhein-Westfalen aus. Wüst sagte der „Rheinischen Post“ (Mittwoch): „Von sportlichen Großereignissen kann eine enorm verbindende und einende Kraft ausgehen, gerade in schwierigen Zeiten. Das haben wir jetzt bei den European Championships in München gesehen.“

Dort hatten Europameisterschaften in neun Sportarten stattgefunden, unter anderem in der Leichtathletik, im Radsport und im Rudern. Die letzten Wochen hätten eindrucksvoll bestätigt, sagte Wüst, dass Großereignisse in bestehenden Wettkampfstätten nachhaltig und erfolgreich sein könnten. Dies weise den Weg für eine mögliche Olympia-Bewerbung: „Die Landesregierung unterstützt die Bewerbung der Initiative Rhein-Ruhr-City für ökonomisch und ökologisch nachhaltige Olympische Spiele in der Rhein-Ruhr-Region.“

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Wüsts Vorgänger Armin Laschet (CDU) hatte sich selbst für eine Olympia-Bewerbung starkgemacht, die der Bonner Sportmanager Michael Mronz maßgeblich vorangetrieben hatte. Wüst erklärte: „NRW verfügt bereits über eine Vielzahl an Sportstätten, die für Olympische und Paralympische Spiele genutzt werden könnten. Eine Olympia-Ausrichtung wäre somit ein weiterer wichtiger Motor, essenzielle Zukunftsthemen, beispielsweise Digitalisierung oder nachhaltige Mobilität, zu forcieren.“ Wichtig sei ihm persönlich, dass man die Menschen in der Region beteilige und so Teil der Olympia-Idee in Nordrhein-Westfalen sein lassen könne: „Es gilt der Leitsatz: keine Spiele der Gigantomanie, sondern nah bei den Menschen.“

 

Foto: Hendrik Wüst, über dts Nachrichtenagentur

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