Streit zwischen Fahrradfahrer und Autofahrer in Nürnberg
Am Donnerstagmorgen, dem 20. Februar 2025, kam es im Süden von Nürnberg zu einem Zwischenfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem Autofahrer. In dessen Verlauf fuhr der Fahrer eines Pkw über das Fahrrad und verletzte den Radfahrer. Die Verkehrspolizei sucht Zeugen für den Vorfall.
Vorfall auf der Gibitzenhofstraße
Gegen 09:15 Uhr war ein 30-jähriger Radfahrer auf dem Fahrradstreifen der Gibitzenhofstraße stadtauswärts unterwegs. Ein weißer BMW M 4 überholte ihn, offenbar ohne genügend Abstand zu halten. Der Radfahrer machte durch einen lauten Ruf „Hey“ auf sich aufmerksam.
Konfrontation an der Ampel
Als beide Fahrzeuge an der nächsten Ampel an der Pfälzerstraße hielten, stieg der Pkw-Fahrer aus und verhielt sich bedrohlich gegenüber dem Radfahrer. Auch die Beifahrerin des Autofahrers stieg aus und versuchte zu schlichten. Der Fahrer des BMW riss dem Radfahrer dessen Handy aus der Hand und warf es auf die Straße, wobei es beschädigt wurde.
Radüberfahren und Flucht des Autofahrers
Der Autofahrer kehrte dann zu seinem Auto zurück und wollte wegfahren. Der 30-Jährige versuchte dies zu verhindern, indem er sich mit seinem Fahrrad vor den BMW stellte. Der Fahrer fuhr jedoch los, überfuhr das Fahrrad und der Radfahrer stürzte, wodurch er sich leichte Verletzungen zuzog. Anschließend floh er zunächst in Richtung Pfälzerstraße, ohne sich um den gestürzten Radfahrer zu kümmern.
Anzeige und Ermittlungen
Der Pkw-Fahrer meldete sich später bei der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost, um Anzeige wegen Beleidigung gegen den Radfahrer zu erstatten. Allerdings war der Fahrradfahrer schneller und hatte bereits zuvor die Polizei informiert. Die Polizei kannte bereits den Sachverhalt und hatte die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die die Sicherstellung des Führerscheins des 24-jährigen Pkw-Fahrers und eine erkennungsdienstliche Behandlung veranlasste.
Zeugenaufruf
Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung gegen den BMW-Fahrer ein. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei unter der Rufnummer 0911 6583-1530 zu melden.

