Vier Wochen nach der Jugend und U 23 Weltmeisterschaft in Ivrea/Italien beginnt für das Nachwuchs-Nationalteam nun die Europameisterschaft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava bzw. auf der Wildwasserstrecke im Cunovo Kanal. Die DKV  Mannschaft wird dabei mit leicht veränderter Aufstellung an den Start gehen.

Anne-BErnert-im-C-1 Nun wird es wieder ernst für den Nachwuchs im Kanuslalom Augsburg Stadt Sport Augsburger Kajakverein Europameisterschaft Junioren Kanu Schwaben Kanuslalom U23 | Presse Augsburg
Anne Bernert im C 1 | Foto: Stenglein

Rund einen Monat, nachdem das Junioren & U23-Team des Deutschen Kanuverbandes bei der WM in Ivrea meist nur knapp an einer Medaille vorbeischrammte, startete am Donnerstag die Nachwuchs-EM in der Slowakei.

Dabei haben auch einige Neuzugänge die Chance, internationale Wettkampfluft zu schnuppern. Da Elena Apel aus Augsburg sowie Andrea Herzog und Lennard Tuchscherer (beide Leipzig) bei den diesjährigen Qualifikationsrennen im Frühjahr auch für die Nationalmannschaft der Leistungsklasse nominiert wurden, werden ihre Plätze im Nachwuchsteam frei. Die drei bereiten sich derzeit in Markkleeberg auf die zwei anstehenden Weltcups und die Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro Ende September vor. So entsteht für die noch jungen Nachwuchstalente Emily Apel (Kanu Schwaben Augsburg), Emma Bayn (Leipzig) und Benjamin Kies (Halle) die Möglichkeit, sich schon einmal an eine solche Großveranstaltung zu gewöhnen, auch wenn sie in der jeweils höheren Altersklasse der U23 an den Start gehen werden.

Die letzten Trainingseinheiten vor der EM verliefen vielversprechend. „Das Wasser in Bratislava ist nicht so speziell wie noch in Ivrea. Die Strecke hier kennen viele unserer Athleten aus früheren Trainingslagern sowie Wettkämpfen und auch insgesamt ist sie in vielen Bereichen den deutschen Kanälen in Augsburg und Markkleeberg ähnlicher“ sagte Bundestrainerin der U23 Mira Faber. Ziel ihrer Mannschaft sei es, an die vielen Finalteilnahmen bei der WM anzuknüpfen und dieses Mal auch die eine oder andere Medaille mit nach Hause zu nehmen. Bei den Junioren hofft Nachwuchs-Bundestrainer Eric Mendel auf einen höheren Anteil an Finalplatzierungen, nachdem bei der WM noch recht viele der Nationalmannschaftsneulinge in den Vorläufen und Halbfinals ausgeschieden waren. „Dennoch ist die EM immer nochmal etwas anderes. Bei dem System hier kann vieles passieren, manchmal auch Unerwartetes.“ Anders als bei der WM, qualifizieren sich hier nur 15 Teilnehmer im ersten und weitere 5 im zweiten Lauf. „Bei dem qualitativ hochwertigen Starterfeld auf europäischer Ebene können dadurch sehr schnell sehr knappe Entscheidungen entstehen. Genauso können aber auch Medaillen gewonnen werden“ blickt Mendel zuversichtlich auf die kommenden Wettkampftage.