Nur jede fünfte Gemeinde hat Epidemie-Notfallplan

Die Coronakrise hat deutsche Städte und Gemeinden nahezu unvorbereitet getroffen. 80 Prozent der Kommunen in Deutschland verfügen über keine Notfallpläne für den Fall einer Epidemie, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine aktuelle Forsa-Umfrage unter Bürgermeistern. Kleinere Städte und Gemeinden sind dabei schlechter auf solche Herausforderungen eingestellt als Großstädte.

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Knapp 80 Prozent der Bürgermeister von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern gaben an, dass sie über entsprechende Pläne verfügten. Wo es entsprechende Notfallpläne gibt, seien nur rund ein Viertel nach Meinung der Bürgermeister „weitgehend“ anwendbar. In knapp 70 Prozent der Kommunen wären die Pläne nur „teilweise“ anwendbar. Knapp sechs Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Notfallpläne „überhaupt nicht“ nutzen könnten. „Hier gibt es Lücken. Epidemien gehören in jeden Notfallplan“, sagte der Bundestagsabgeordnete Christian Haase (CDU), kommunalpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, der „Welt am Sonntag“. Die Pläne seien doch eher von Hochwasserereignissen, Orkanschäden oder Großbränden geprägt. „In der Krise wird nun deutlich, wie viele Bereiche von der Kita bis hin zu den Obdachlosen berührt sind.“ Hier müsse im Nachgang nachgeschärft werden. Die Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitschrift „Kommunal“ wurde unter über 2.300 Bürgermeistern durchgeführt.