Nur noch 55,9 Prozent der Menschen in Augsburg gehören einer der beiden großen christlichen Konfessionen an

Das Amt für Statistik und Stadtforschung hat zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ die zur Religionszugehörigkeit vorliegenden Daten für Augsburg in einer Kurzmitteilung zusammgengefasst. Es geht daraus hervor, dass immer weniger Menschen den beiden großen christlichen Konfessionen angehören.

2017-07-17-Puten-StAnna-–-26 Nur noch 55,9 Prozent der Menschen in Augsburg gehören einer der beiden großen christlichen Konfessionen an Augsburg Stadt News Newsletter Politik Augsburg Religion | Presse Augsburg
Aufnahme aus St. Anna | Foto: Wolfgang Czech

 

Bei der Volkszählung 1833 wurden in Augsburg 61,2 Prozent Katholiken und 38,4 Prozent Protestanten festgestellt, womit fast die gesamte Bevölkerung den beiden großen christlichen Konfessionen angehörte. Über 150 Jahre später, bei der Volkszählung 1987, waren es noch 85,2 Prozent. Inzwischen ist dieser Anteil auf 55,9 Prozent gesunken. Zum 31.12.2016 lebten in Augsburg 120.180 Katholiken (41,0 Prozent), 43.847 Protestanten (14,9 Prozent) und 129.388 Personen (44,1 Prozent) mit sonstiger / ohne Religionszugehörigkeit.Unbenannt-27 Nur noch 55,9 Prozent der Menschen in Augsburg gehören einer der beiden großen christlichen Konfessionen an Augsburg Stadt News Newsletter Politik Augsburg Religion | Presse Augsburg

Die genauere Betrachtung für Augsburg für die letzten zehn Jahre zeigt, dass weniger Personen der katholischen oder evangelischen Kirche beigetreten als ausgetreten sind. Zudem sind mehr Personen weggezogen oder gestorben als durch Zuzug oder Geburt hinzukamen, was für beide Konfessionen zur Verringerung ihrer Verbreitung in der Bevölkerung führte.

Große Unterschiede in den Stadtbezirken

Unter den Stadtbezirken weisen Bergheim mit 58,1 Prozent den höchsten Anteil an Katholiken, Spickel und Univiertel mit jeweils 21,4 Prozent den höchsten Anteil an Protestanten auf. Mit 62,9 Prozent ist der Anteil der Augsburgerinnen und Augsburger mit sonstiger und ohne Glaubensrichtung in Links der Wertach – Nord am höchsten.

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