Oberhausen | Strafe muss sein – Lebensgefährtin bedroht mit Haftbefehl gesuchten Mann

Am Sonntagmorgen (12.03.2017) gegen 08.30 Uhr wurde eine Polizeistreife zu einem Einsatz in der Nähe des Plärrergeländes gerufen.

Ein Mann (Mitte 60, italienischer Abstammung) rief über Notruf um polizeilichen Beistand, da er von seiner Lebensgefährtin (Ende 30, rumänischer Abstammung) geschlagen und mittels Fleischklopfer und Messer bedroht wird.

Tatsächlich fand die Streife den Notrufer am Küchenboden liegend vor, seine tobende Lebensgefährtin über ihm stehend, bedrohlich wirkend, allerdings ohne die genannten Gegenstände. Neben ein paar Kratzer im Hals- und Kopfbereich des Mannes konnten die Beamten keine ernsthaften Verletzungen des ausgeuferten Beziehungsstreites feststellen.

Statt der kampfeslustigen Frau nahm die Streife dann aber doch den Mann mit: Gegen ihn bestand nämlich ein Haftbefehl wegen nicht bezahlter Verkehrsverstöße für die er entweder sieben Tage lang ins Gefängnis gehen sollte, oder aber nun die allerletzte Möglichkeit in Anspruch nehmen konnte, um das verhängte Bußgeld doch noch zu zahlen. Der Mann entschied sich Geld zu besorgen und den Haftbefehl durch Bezahlen der ausstehenden Summe abzuwenden – und wieder nach Hause zu gehen. Strafe muss sein – wie auch immer!