Voraussichtlich am 1. Mai 2023 wird das deutschlandweit gültige 49-Euro-Ticket starten. „Damit wird es dann kinderleicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in ganz Deutschland unterwegs zu sein, weil man sich ja um keine lokalen Tarif-Konstrukte und -Sonderregelungen kümmern muss“, freut sich ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger. Aber vor allem für Pendler sei das 49-Euro-Ticket preislich unschlagbar. Viele Arbeitgeber sehen das wohl auch so und haben deshalb schon angekündigt, das 49-Euro-Ticket zukünftig im Rahmen eines Jobtickets für ihre Angestellten noch preisgünstiger oder sogar kostenlos zur Verfügung stellen zu wollen. Jüngst haben sogar die Großstädte München und Stuttgart verlauten lassen, sie wollen ihren Angestellten das 49-Euro-Ticket ebenfalls komplett kostenlos zukommen lassen.

Strassenbahn
Foto: Dominik Mesch

„Dieser Schritt zahlt sich für die Kommunen mehrfach aus: sie sparen sich Verwaltungsaufwand für die komplexe Bearbeitung der bisherigen Jobtickets und sie brauchen auch keine Reisekostenabrechnungen mehr bearbeiten. Zudem bindet das großzügige Angebot die Mitarbeitenden an die Stadt. In Zeiten wo auch Augsburg händeringend nach Mitarbeitenden sucht, speziell im Bereich der Pflege und Erziehung, kann ein kostenloses 49-Euro-Ticket durchaus ein Baustein sein, der InteressentInnen sich für einen Job bei der Stadt entscheiden lässt“, meint Pettinger.

Pettinger hat deshalb einen Antrag bei Oberbürgermeisterin Weber eingereicht, der fordert, dass die Stadt Augsburg allen eigenen Angestellten und den Angestellten der städtischen Eigenbetriebe sowie Kindertagesstätten ein kostenloses 49-Euro-Ticket zur Verfügung stellt. Auch den städtischen Beteiligungen soll dieser Schritt für deren jeweilige Angestellte empfohlen werden. Die ggf. anfallenden Mehrkosten gegenüber dem bisherigen Jobticket könnten durch den Wegfall des Verwaltungsaufwandes für die bisherigen Jobtickets und Dienstreisekostenanträge kompensiert werden. Pettinger: „Und wenn das noch nicht ausreicht, dann kann die schon heute völlig sinnfreie kostenlose Innenstadtzone für die städtischen Verkehrsmittel endlich aufgehoben werden. Damit stünden dann weitere 800.000 € zur Verfügung, die derzeit im Ausgleich für die angeblich in der kostenlose Innenstadtzone entfallenen Ticketverkäufe von der Stadt derzeit jährlich an den AVV bezahlt werden müssen.“