Im Jahr 2021 gingen rund sieben Prozent aller Todesfälle offiziell auf Corona zurück. Insgesamt, also auch aus anderen Gründen, sind in Deutschland nach endgültigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik 1,023 Millionen Menschen verstorben, davon waren rund 516.000 Männer und 508.000 Frauen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte.

Damit stieg die Zahl der Todesfälle um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2020: 986.000 Verstorbene). An Covid-19 als Grundleiden verstarben im Jahr 2021 in Deutschland laut der Angaben insgesamt 71.331 Menschen, das waren 79 Prozent mehr als im Vorjahr (2020: 39.758). In den Ergebnissen nicht enthalten seien diejenigen Fälle, in denen Covid-19 von dem leichenschauenden Arzt auf dem Totenschein als Begleiterkrankung dokumentiert wurde. Die häufigste Todesursache im Jahr 2021 war, wie schon in den Vorjahren, eine Herz-/Kreislauferkrankung.

Mit 340.619 Verstorbenen war gut ein Drittel (33 Prozent) aller Sterbefälle darauf zurückzuführen, das waren etwas mehr als im Vorjahr (2020: 338.001). 47 Prozent der an einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems Verstorbenen waren Männer, 53 Prozent Frauen. An einem Herzinfarkt, der zu dieser Krankheitsgruppe gehört, verstarben 45.181 Menschen (2020: 44.529). Davon waren 60 Prozent Männer und 40 Prozent Frauen.

Zweithäufigste Todesursache waren ebenfalls wie in den Vorjahren die Krebserkrankungen: 229.068 Menschen beziehungsweise 22,4 Prozent aller Verstorbenen erlagen im Jahr 2021 einem Krebsleiden, das waren etwas weniger als im Vorjahr (2020: 231.271). 54 Prozent der Krebstoten waren Männer, 46 Prozent Frauen. Bei Männern waren die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane beziehungsweise der Atmungsorgane (Lungen- und Bronchialkrebs) die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Frauen waren ebenfalls am häufigsten von einer bösartigen Neubildung der Verdauungsorgane betroffen.

Häufigste Einzeldiagnose bei den Krebserkrankungen von Frauen war jedoch der Brustkrebs mit 18.479 Fällen. 4,2 Prozent oder 43.200 aller Todesfälle im Jahr 2021 waren auf eine nicht natürliche Todesursache wie zum Beispiel eine Verletzung oder Vergiftung zurückzuführen (2020: 41.794). 18.183 Menschen kamen durch einen Sturz zu Tode, davon waren 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen. Durch einen Suizid beendeten 9.215 Menschen ihr Leben, fast drei Viertel (74 Prozent) davon waren Männer und etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) Frauen.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der Suizide nahezu konstant (2020: 9.206 Fälle). Redaktioneller Hinweis: Bei Suizidgedanken gibt es unter der kostenfreien Telefonnummer 0800-1110111 rund um die Uhr anonym Hilfe.

Foto: Friedhof, über dts Nachrichtenagentur

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