Ohrfeige zum Saisonbeginn – Kissinger Handballerinnen mit derber Niederlage in München

Den Kissinger Damen ist ihr Saisonstart in der Landesliga gehörig missglückt. Beim 19:40 (7:20) in München Laim lief bei den Handballerinnen nicht allzu viel zusammen.20160312_tsv_tsv_054 Ohrfeige zum Saisonbeginn - Kissinger Handballerinnen mit derber Niederlage in München Aichach Friedberg Handball News Sport Kissinger SC SV München-Laim | Presse Augsburg

Die Oberbayern setzten den KSC mit ihrer offensiven Deckung früh unter Druck. Kissing musste an diesem Tag auf Spielmacherin Sarah Gottwald verzichten, die noch im Urlaub weilte, und fand darum keine Antwort auf diese taktische Herausforderung. Viele Ballverluste nutzte Laim zu Kontertoren aus, nach acht Minuten war der Rückstand schon auf 1:5 angewachsen.

Kissing muss aufgrund der Renovierungsarbeiten an der Paartalhalle momentan in Dasing trainieren und kann da kein Harz einsetzen, das hemmte den Spielfluss zusätzlich. Ungewohnt viele technische Fehler und Fehlwürfe aus guten Positionen brachten die Gäste immer weiter ins Hintertreffen. Kissing schaffte es kaum, erfolgreiche Abschlüsse zu generieren. Nach 22 Minuten stand ein ernüchternder 4:13 Zwischenstand auf der Anzeigentafel. Auch das 7:20 zur Pause ließ wenig Hoffnung auf ein Comeback in Hälfte zwei.

Kissing konnte aber zumindest bis zum 14:26 nach 42 Minuten den Rückstand noch einigermaßen erträglich gestalten. Beinahe das Schlimmste sollte aber noch kommen, denn in der folgenden Viertelstunde gelang den Damen kein einziger Treffer mehr, jetzt brach Kissing komplett auseinander. Laim konnte so bis auf 14:36 davonziehen.

Noch etwas Ergebniskosmetik gelang dem KSC, aber der Saisonstart war mit der 19:40 (7:20) Niederlage dennoch gründlich verhagelt. Ganz am Ende gab es aber doch noch ein positives Erlebnis: Leonie Meißner, die Ende September nach Kiel ziehen wird, um dort ihr Masterstudium zu beginnen, konnte in ihrem Abschiedsspiel noch den letzten Kissinger Treffer erzielen.

Aber auch das konnte die Laune von Trainerin Julia Rawein nicht wirklich heben: „Puh, das Spiel mitanzusehen war richtig hart. Man kann es leider nicht anders sagen, aber: Das war heute ein Totalausfall von jeder einzelnen Spielerin. Von der harschen Kritik mit ausnehmen möchte ich aber unsere Torfrau Franzi Lang, die am Anfang noch wirklich viel herausgeholt hat. Ansonsten waren wir kopflos, mit enorm vielen Zeitstrafen schon in der ersten Hälfte und vielen Fehlwürfen. In zwei Wochen gegen Herrsching kann es nur besser werden.“

KSC: Lang; Kefer (1); Pusch (2); Eder (3); R. Gottwald (2), Huber (2); Lackner; Kalischko; Meißner (2); Winter (1/1); Walther; Herrmann; Krüger; Seitz (6/3).

Domenico Giannino (gia)