Olympia-Medaillengewinner Tasiadis: „Ich habe damit schon ein bisschen Geschichte geschrieben.“

Sideris Tasiadis hat im Stangenparkours olympische Bronze erreicht. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London konnte der Sportler bereits die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Damit ist er der erste deutsche Slalomkanute, der gleich zwei Mal bei Olympia punkten konnte. Im Interview mit dem SPORTRADIO DEUTSCHLAND spricht Tasiadis über seinen Sieg, die mühevollen Vorbereitungen und seine Pläne für die kommenden Jahre.

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Archivfoto: Wolfgang Czech

Zunächst sah es nach einer knappen Niederlage aus: Sideris Tasiadis landete nach dem Vorlauf und dem Halbfinale auf Platz sechs, in den entscheidenden Momenten mobilisierte der 31-jährige Augsburger aber nochmal alle Energiereserven und konnte doch noch den dritten Platz erreichen. „Ich bin ziemlich stolz darüber, dass ich jetzt der erste deutsche Athlet bin, der zwei Medaillen im Kanu-Slalom hat“, meint Tasiadis. „Ich habe damit schon ein bisschen Geschichte geschrieben.“

Abgesehen von dem Wettkampf sei die größte Herausforderung, über einen längeren Zeitraum fit zu bleiben, meint der Sportler: „Das ist meine zweite olympische Medaille bei meinen dritten olympischen Spielen. Es ist eine große Aufgabe, das eigene Leistungsniveau über einen so langen Zeitraum hoch zu halten.“ Trotzdem habe er nie ernsthaft daran gedacht, aufzuhören. „Ich war fixiert auf das nächste Ziel, immer weitermachen, das war schon immer meine Motivation“, meint Tasiadis. 

Aufgrund der Corona-Auflagen müssen alle Sportlerinnen und Sportler spätestens 48 Stunden nach Ende ihres Wettkampfes das Olympische Dorf in Tokio verlassen. Schon in drei Jahren wird Paris allerdings seine Pforten öffnen, um die nächsten Olympischen Spiele auszurichten. Nach der Bronze- und Silbermedaille strebt Tasiadis das Olympia-Gold an, denn diese „eine Medaille fehlt noch in meiner Sammlung.“

Zusätzlich zum Wettkampf in Frankreich wird die Kanu-Slalom-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Tasiadis‘ Heimatstadt Augsburg stattfinden. Fünf Jahrzehnte nach den Olympischen Sommerspielen 1972 wird der heimische Eiskanal damit erneut zum Austragungsort. Auf den Wettstreit im heimischen Eiskanal freut sich der Kanute, denn „es ist natürlich was ganz Besonderes, dass die WM jetzt nach 50 Jahren wieder bei uns zu Hause stattfindet!“.