Panther ringen die Hamburg Freezers nieder und bewahren sich ihre Playoff-Chance

Im nicht ausverkauften Augsburger CFS forderte der AEV heute den souveränen DEL-Tabellenführer, die Hamburg Freezers, zum Tanz auf dem Eis. Die Freezers reisten bereits am Sonntag, direkt nach der 2:4 Niederlage in Krefeld, in die Fuggerstadt. Für die Panther war es eine extrem wichtige Partie um den Anschluss an die Playoff-Plätze nicht zu verlieren. Erfolgreich waren die Panther schon vor der Partie am Verhandlungstisch. Die Vertragsverlängerung mit Ryan Bayda, der auch 2014/2015 für die Rot-grün-weißen auf Torjagd gehen wird, war aber nicht der einzige Erfolg. Die Panther ringen die Freezers nieder und gewannen das kampfbetonte Spiel mit 4:3.

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Trevelyan wird zum Tanzbär | Foto: Sebastian Pfister

Der AEV kam gut in die Partie und Connolly gab bereits nach 20 Sekunden einen ersten Schuss auf das Tor der Hanseaten ab, der allerdings am Pfosten statt im Tor einschlug. Eine Strafzeit für Woywitka (unnötige Härte; 2.), beendete die erste Drangphase der Panther abrupt aber nur für kurze Zeit. Einen Konter schließt Trevelyan ab, dessen Schuss Kotschnew abprallen lässt und Caporusso bugsiert die Scheibe ins Hamburger Tor (5.). Keine 30 Sekunden waren nach dem Tor gespielt, als Grygiel einen Schuss abfälscht und die Scheibe gerade so die Torlinie überquert, und nach dem Videobeweis hieß es 2:0 für die Jungs vom Schleifgraben. Hamburg legte zu und Wolf (6.) und Madson (11.) erzielten die Treffer zum Ausgleich, wobei die Norddeutschen beim 2:2 clever agierten und bei angezeigter Strafe gegen die Panther die Situation gut ausspielten.

Das Match wurde durch einige strittige Schiedsrichterentscheidungen in der zweiten Hälfte des ersten Drittels angeheizt, was das Augsburger Publikum und die Rot-grün-weißen auf dem Eis weiter antrieb. Grygiel war es dann, der den Puck an der blauen Linie bekommt und nach einer gelungenen Einzelaktion zum 3:2 Pausenstand für die Panther einnetzt.

Den besseren Start in das Mitteldrittel erwischte der DEL-Tabellenführer. Flaake bekam die Scheibe von Roy serviert und erzielte den Ausgleich für die Hamburger (22.). Die Freezers zeigen einmal mehr, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen. Was folgte war tolles Eishockey mit offenem Visier und mit Chancen auf beiden Seiten. Es war ein Schlagabtausch mit offenem Visier und die Panther krallten sich an die so wichtigen Punkte. Das zweite Drittel ging dann, von ein paar Strafzeiten abgesehen, ohne Zählbares zu Ende und die Panther bewahrten sich weiter die Chance auf den Sieg.

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Im Schlussdrittel ging es mit offenem Visier weiter und beide Teams hatten Chancen um in Führung zu gehen. Die erste große Chance zur erneuten Führung ließen die Schwaben aus, als sie über eine Minute mit zwei Mann in Überzahl spielten. Erst Wolf (Unnötige Härte; 46.) und dann Möchel (Spielverzögerung; 46.) mussten auf die Strafbank. Wirklich zwingendes konnten sich die Jungs von Trainer Larry Mitchell nicht erspielen und die Freezers überstanden die Unterzahl ohne Gegentreffer.

Der AEV fuhr jetzt erst recht die Krallen aus und Trevelyan wurde in der 54. Minute belohnt, als er freistehend abzog und den völlig überraschten Kotschnew im Tor der Hamburger alt aussehen ließ. Trevelyan war es dann auch, der die Vorentscheidung verpasste. Aus dem eigenen Drittel schoss er am leeren Tor der Hamburger vorbei nachdem Kotschnew 90 Sekunden vor Spielende vom Feld ging. Die Freezers warfen jetzt alles nach vorne. Es blieb bis zum Schluss spannend und die Panther mussten die letzten Sekunden sogar noch in Unterzahl gegen überstehen.

Die Panther zeigen viel Kampf, Einsatz und Willen und ringen die Hamburg Freezers nieder. Augsburg bewahrt sich seine Playoff-Chance und kann sich außerdem über die Niederlage der Iserlohn Roosters in Nürnberg freuen. Am Freitag gilt es nun Zuhause gegen Krefeld nachzulegen und weiter um die Playoffs zu kämpfen.

AEV: Ehelechner, Keller- Boyle, Brown, Forrest, Woywitka, Draxinger, Seifert, Reiß – Bayda, Werner, Zeiler, Caporusso, Trevelyan, Ciernik, Connolly, Breitkreuz, Grygiel, Schäffler, Uvira, Morrison
Tore: 1:0 Caporusso (5.); 2:0 Grygiel (6.); 2:1 Wolf (Flaake, Schmidt; 6.); 2:2 Madsen (Ejdepalm, Wolf; 11.); 3:2 Grygiel (Forrest, Connolly; 18.); 3:3 Flaake (Roy; 22.); 4:3 Trevelyan (Brown; 54.)
Schiedsrichter: Aicher, Brill / Büse, Velkoski Strafzeiten: Augsburg  10 – 12 Hamburg
Zuschauer: 4.353

Alle Bilder des Spiels von Fotograf Sebastian Pfister