Papst eröffnet Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan

Papst Franziskus hat am Donnerstagmorgen den ersten internationalen Gipfel im Vatikan zum Thema Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche eröffnet. In seiner Eröffnungsrede sagte er, dass man von der Versammlung nicht nur die Anerkennung und den Ausgleich von Schäden sondern „konkrete Maßnahmen“ erwarte. Es solle ein „Gipfel des Denkanstoßes“ werden.

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Gemeinsam mit den Chefs der Bischofskonferenzen sollen bei der viertägigen Konferenz Strategien erarbeitet werden, um sexuellen Missbrauch von Kindern innerhalb der Kirche in Zukunft zu verhindern. Außerdem steht der Umgang der Kirche mit dem Thema in der Öffentlichkeit auf der Tagesordnung. Die Themen sollen in mehreren Versammlungen und Arbeitsgruppen besprochen werden.

Für Sonntag ist ein Abschlussgottesdienst geplant. Der deutsche Kardinal Reinhard Marx äußerte vor Beginn des Treffens die Hoffnung, dass von dem Gipfel ein Impuls für die Kirche und „vielleicht sogar die gesamte Weltgesellschaft“ ausgehen wird. Insgesamt nehmen fast 200 Kirchenvertreter an der Konferenz teil. Mit konkreten Beschlüssen rechnen Beobachter allerdings nicht.

In den vergangen Jahren war die Kirche immer wieder von Missbrauchsskandalen erschüttert worden. Auch in kirchlichen Einrichtungen in Deutschland wurden zuletzt zahlreiche Missbrauchsfälle enthüllt.