Passau | Auseinandersetzung in Asylbewerberunterkunft– ein Schwerverletzter

Am Dienstag, 07.07.2020, am späten Abend, wurde ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Rottal-Inn in einer Asylbewerberunterkunft durch einen Messerstich schwer verletzt.

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Symbolbild

Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte der 43-Jährige am Nachmittag zwei Bekannte des späteren Täters, einen 21-jährigen Afghanen sowie einen 35-jährigen Pakistani, im Stadtbereich Passau kennengelernt und ihnen Geld zum Getränkekauf gegeben. Später begleitete er diese auch in deren Unterkunft. Im weiteren Verlauf kam es dann im Zimmer eines weiteren, ebenfalls 21-jährigem, Afghanen, aufgrund einer Geldforderung zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Diese verlagerte sich aus dem Zimmer in den Gang hinaus. Dort erhielt der 43-Jährige einen Messerstich in die Bauchgegend. Die verständigte Polizei fand den Schwerverletzten im Treppenhaus des Gebäudes auf. Er wurde ins Klinikum Passau eingeliefert, wo er notoperiert werden musste.

Der Tatverdächtige sowie der an der tätlichen Auseinandersetzung beteiligte andere 21-jährige Afghane konnten vor Ort widerstandslos festgenommen werden. Alle Beteiligten waren erheblich alkoholisiert.

Die weiteren Ermittlungen wurden noch in der Nacht von der Kriminalpolizei Passau übernommen. Der 21-jährige Afghane, der mit dem Messer zustach, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau wegen eines versuchten Tötungsdeliktes dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Sein an der tätlichen Auseinandersetzung beteiligter Landsmann wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

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