Stadtteilmanagement in Augsburg zeigt Erfolg

Das Stadtteilmanagement in Augsburg zeigt Erfolg. Mittlerweile bestehen zwischen der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg und den Akteuren vor Ort intensive Kontakte und regelmäßiger Austausch.

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Bürgermeisterin/Finanz- und Wirtschaftsreferentin Eva Weber

Aus diesem Grund steht die Stadt auch nach Ablauf des dreijährigen Stadtteilmanagement-Programms im August 2016 den vor Ort-Initiativen beratend zur Seite. „Wir verstehen Stadtteilentwicklung dabei als öffentlich-private Aufgabe mit dem Ziel, gemeinsam mit den Akteuren auch weiterhin daran zu arbeiten, die Stadtteile attraktiver zu machen. Deshalb werden die angestoßenen Maßnahmen von uns auch künftig begleitet“, sagt Bürgermeisterin/Finanz- und Wirtschaftsreferentin Eva Weber.

2013 hatte das Wirtschaftsreferat der Stadt Augsburg ein abgestimmtes und von Städtebauförderprogrammen unabhängiges Stadtteilmanagement in Auftrag gegeben. Dies vor dem Hintergrund, dass sich mit dem Strukturwandel im Einzelhandel, dem zunehmenden Verlust einer wohnortnahen Versorgung und dem demografischen Wandel wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen fortlaufend ändern.

Das auf drei Jahre angelegte Programm trägt zur Aktivierung und Vernetzung der Geschäftsleute sowie zur Umsetzung kleinerer Maßnahmen bei, um die Stadtteile zu beleben. Im Rahmen dieses Vitalitätsprogramms werden zusammen mit der CIMA Beratung + Management GmbH die vier Stadtteile Bärenkeller, Göggingen, Haunstetten und Pfersee betreut. 2014 wurde Kriegshaber neu ins Programm aufgenommen.

Podcast zum Thema

Was sich in den Stadtteilen alles getan hat, berichtet Augsburgs zweite Bürgermeisterin Eva Weber, die ja auch für die Wirtschaftsförderung in Augsburg zuständig ist.

Es tut sich vieles in den Stadtteilen

Göggingen: Im Stadtteil Göggingen konnte in der Bürgermeister-Miehle-Straße vor dem Café Ihle erfolgreich ein Wochenmarkt etabliert werden. Er findet jeden Donnerstagvormittag statt. Alle Markthändler der dafür neu gegründeten Interessengemeinschaft stammen aus der Region und tragen zu einer Verbesserung der Nahversorgungssituation für das Neubaugebiet an der Friedrich-Ebert-Straße bei. Für das Stadtteilzentrum wird weiterhin ein geeigneter Standort für einen Wochenmarkt gesucht

Pfersee: Die Interessensgemeinschaft „Pfersee aktiv“ optimierte im Rahmen des Stadteilmanagements ihre Organisationsstruktur und sorgte für eine personelle Stärkung der Basis. Zudem wurde 2015 ein Stammtisch für eine stärkere Vernetzung und den Austausch der Gewerbetreibenden untereinander gegründet, der regelmäßig stattfindet.

Bärenkeller: Zur Belebung des Stadtteils hat die Aktionsgemeinschaft Pro Bärenkeller unter dem Titel „Kulturfrühling“ ein buntes Programm erarbeitet. Highlight ist der „Kulturpfad“, auf dem lokale Künstler vom 21. bis 30 April ihre Werke in mehreren Betrieben und Schaufenstern ausstellen. Parallel dazu wird derzeit ein Einkaufs- und Branchenführer erarbeitet.

Kriegshaber: Das Jubiläum zur 100jährigen Eingemeindung von Kriegshaber gab den Anstoß für mehrere Veranstaltungen und Projekte, wie etwa eine gemeinsame Bilderaktion der lokalen Einzelhändler und Dienstleister in der Ulmer Straße. In über 20 Betrieben wurden historische Bilder aus dem Stadtteil ausgestellt.

Haunstetten: Mit Unterstützung des Stadteilmanagements wurde 2014 der Verein „Unser Haunstetten e.V.“ gegründet. Im Vordergrund stehen die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen und Aktionen zur Stadtteilbelebung. So wurden bei einer Frühjahrsaktion 400 Primeln im Stadtteilzentrum verteilt. Im Advent folgte eine Lichternacht. In diesem Jahr soll die Präsenz des Vereins weiter ausgebaut und neue Mitglieder gewonnen werden. (PM)