Payerl knockt den Meister aus – Augsburger Panther mit Last-Seconds-Derbysieg gegen München

Die Augsburger Panther konnten das heutige Spitzenspiel gegen den amtierenden Meister EHC München mit 3:2 für sich entscheiden. Die Schwaben untermauerten mit einer erneut sehr guten Leistung ihren Anspruch auf die direkte Qualifikation für die Playoffs.

Adam Payerl sicherte dem AEV den Derbysieg. LeBlanc freut sich mit ihm. | Foto: Siegfried Kerpf

Die Augsburger Panther lieferten dem Tabellenführer Mannheim am Freitag in dessen Halle einen heißen Fight. Dreimal hatte der AEV im DEL-Spitzenspiel geführt, am Ende siegten aber die Adler unter kräftiger Mithilfe der Schiedsrichter die Partie für sich. Bereits heute ging es für die Mannschaft von Trainer Mike Stewart in das nächste Topduell des Tages. Am 3.Advent war der amtierende Meister und Tabellenzweiten aus München gekommen.

Auch diese Begegnung füllte ihren Titel schnell mit Leben und begeisterte die 6.139 Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion. Den Gästen gelang dabei allerdings der bessere Start, doch je weiter die Partie fortschritt, umso besser waren auch die Panther im Spiel. In der 12. Minute konnte Schmölz dann auch ein fein herausgespieltes Powerplay zum 1:0 für die Hausherren nützen. Aus kurzer Distanz hatte der sonst erneut überragende Aus den Birken im Münchner Tor keine Abwehrchance. Nur wenig später hätte er bereits fast ein weiteres Mal die Scheibe aus dem Netz holen müssen, doch der Puck schlitterte die Torlinie entlang, ohne dass ein AEVler sie über diese bugsieren konnte. Alles in Allem ging die Führung vor der ersten Pause in Ordnung.

Nach dem ersten Seitenwechsel wurde München stärker, und versuchte den Ausgleich zu erzielen. Für diesen benötigte die Mannschaft von Trainer Don Jackson dann reichlich Glück. Der frühere Augsburger Parkes hatte seinem ehemaligen Kollegen Sezemsky an den Schlittschuh geschossen, von dessen Kufe der Puck an Keller vor bei zum 1:1 abgefälscht wurde. Der AEV ließ sich davon nicht beirren und fand wieder gut zurück in die Partie. Ein Remis zur zweiten Pause wäre sicher ein gerechter Zwischenstand gewesen, doch so kam es nicht. Ehliz konnte vier Sekunden vor der zweiten Sirene durch einen abgefälschten Schuss die Führung für den Champions League-Halbfinalisten erzielen.

Auch wenn die beiden bisherigen Begegnungen in dieser Spielzeit an München gingen, die Panther gaben sich nicht auf und fighteten zurück. Heute wollten sie die Punkte nicht an die Isar schicken.Und doch wäre bereits kurz nach Wiederbeginn der K.O. möglich gewesen. Kastner kam frei vor Keller zum Abschluss, der Augsburger Schlussmann verhinderte aber durch eine tolle Rettungstat das 1:3.

Seine Vorderleute investierten nun immer mehr und öffneten so auch Räume für schnell Konter des EHC. Der Druck ging in den letzten zwanzig Minuten aber eindeutig vom Team von Mike Stewart aus, und doch wollte der Ausgleich einfach nicht fallen. Doch dann drehten die Panther die Ereignisse vom Freitag um. Dieses Mal kamen sie in der Schlussphase zu Überzahlsituationen und konnten diese eiskalt nützen. Als Mitchell in der 56. Spielminute für zwei Minuten vom Eis musste, konnte Fraser doch noch das 2:2 markieren. Noch waren knapp vier Minuten zu spielen, genug Zeit für den AEV dieses Spiel doch noch für sich zu entscheiden. So spannend hätten sie es aber nicht machen müssen. München kassierte in den letzten beiden Spielminuten gleich drei Strafminuten (u.a. Bankstrafe wegen Meckerns), eine Situation die man zu nützen wusste. 21 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit konnte Payerl nach einem Sezemsky-Konter den „Roten Bullen“ zu Boden schicken. Die Augsburger Panther bezwangen den Meister aus München und untermauerten damit ihren Anspruch auf die direkte Qualifikation für die Playoffs. München rutschte zurück auf Rang 4 und haderte nach dem Spiel kräftig mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns.

Am Rande der Bande: AHA bleibt Premiumpartner der Panther

Die AHA GmbH aus Gersthofen und die Augsburger Panther verlängern ihre seit der Saison 2017/2018 bestehende Partnerschaft über die aktuelle Saison hinaus. Das mittelständische Unternehmen gibt bereits jetzt seine Zusage, in der Saison 2019/2020 die bislang außerordentlich erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen.

AEV: Keller, Roy– Lamb,  Tölzer,  McNeill, Rogl, Rekis, Sezemsky- Payerl, Holzmann, LeBlanc, Stieler,Trevelyan , Schmölz, Fraser,  Gill, Ullmann, Hafenrichter, Detsch, White
Tore:
Schiedsrichter: xxxx | xxxx Strafzeiten: Augsburg 8– München 22

Zuschauer: 6.139