Philologenverband hält Rechtschreibunterricht weiterhin für wichtig

Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, widerspricht der Ansicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Rechtschreibunterricht sei nicht mehr so wichtig wie früher. „Es kann nur im Eigeninteresse jedes Einzelnen sein, richtiges Schreiben zu beherrschen“, sagte Lin-Klitzing den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben). Die Schule sei die „gesellschaftliche Instanz, die dies vermittelt und vermitteln“ müsse.

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„Wir werden zu lasch im schulischen Umgang mit Rechtschreibung“, so die Chefin des Philologenverbandes weiter. Sie signalisiere: „Rechtschreibung ist uns nicht egal. Deshalb plädiere ich dafür, auch Abiturienten eine ganze Note abziehen zu können bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Rechtschreibung“, sagte Lin-Klitzing.

Das sei bisher nicht der Fall. „Die Kultusministerkonferenz sollte wieder den Anreiz setzen, richtig zu schreiben“, so die Chefin des Philologenverbandes weiter. Die Autokorrektur reiche nicht, „weil der Computer nicht jeden Fehler ausmerzt, geschweige denn richtige Kommas setzt, um Sinnzusammenhänge und Zusammenhänge zwischen Neben- und Hauptsätzen zu verdeutlichen“, sagte Lin-Klitzing den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.