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Pinguine sind Spitzenreiter – EHC Königsbrunn ringt Schweinfurt nieder

Ein hochklassiges Bayernligaspiel, Tempo von Beginn an und ein enges Duell auf Augenhöhe: Der EHC Königsbrunn gewinnt einen packenden Schlagabtausch gegen die Mighty Dogs aus Schweinfurt.

Starker Beginn – früher Rückstand, schnelle Antwort

Beide Teams gingen mit viel Schwung in die Partie und boten den Fans sofort intensives Eishockey. Bereits in der dritten Minute geriet Königsbrunn nach einem kuriosen Distanzschuss mit 0:1 in Rückstand. Doch die Antwort kam prompt: Peter Brückner traf nach starker Vorarbeit von Clay Ellerbrock zum 1:1.

Schweinfurt blieb brandgefährlich, während der EHC im Gegenzug immer wieder an der kompakten Gästeabwehr hängen blieb. Kurz vor Drittelende hätten die Brunnenstädter sogar führen können, doch beide Torhüter hielten überragend. Somit ging es mit einem verdienten 1:1 in die erste Pause.

Turbulente Mitte mit drei Treffern auf beiden Seiten

Königsbrunn startete zwar in Überzahl ins zweite Drittel, ließ aber zunächst beste Chancen liegen. Dann schlugen die Gäste eiskalt zu und gingen in der 32. Minute mit 1:2 in Führung. Doch wie schon zuvor kam die schnelle Antwort: Ein verdeckter Schuss von Luca Szegedin stellte nur eine Minute später auf 2:2.

Kurz vor der Pause jedoch der erneute Rückschlag: Schweinfurt nutzte eine Überzahl und traf per cleverem „Tschechen-Pass“ zum 2:3. Mit diesem knappen, aber nicht unverdienten Rückstand ging es in den Schlussabschnitt.

Furioser Endspurt – Königsbrunn dreht das Spiel

Zu Beginn des letzten Drittels nutzte Königsbrunn endlich ein Powerplay. Tim Bullnheimer verwandelte einen perfekten Querpass von Marco Sternheimer zum 3:3. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Schweinfurt ging nach einem abgefälschten Schuss erneut in Führung, doch der EHC zeigte Moral:

In der 51. Minute tankte sich Clay Ellerbrock durch und glich zum 4:4 aus. Nur Sekunden später drehte Kapitän Bullnheimer das Spiel komplett – sein präziser Schuss brachte das 5:4.

Der EHC musste dann noch eine fünfminütige Unterzahl überstehen, nachdem Bullnheimer unglücklich vom Eis musste. Schweinfurt drückte, nahm den Torwart vom Eis und baute enormen Druck auf. Ein vermeintlicher Empty-Net-Treffer der Königsbrunner wurde wegen Abseits aberkannt. Am Ende verteidigte Königsbrunn mit unglaublichem Einsatz den knappen Vorsprung über die Zeit.

Pinguine Sind Spitzenreiter - Ehc Königsbrunn Ringt Schweinfurt Nieder
Ein Spiel mit zwei Gewinnern – und drei Punkten für Königsbrunn

Wie schon gegen Miesbach boten beide Mannschaften Eishockey auf Topniveau. Schweinfurt war defensiv kompakt und offensiv gefährlich, Königsbrunn dagegen gnadenlos effizient.

EHC-Trainer Bobby Linke lobte nach der Partie den Gegner – und die Moral seines Teams:
„Es war ein Spitzenspiel mit viel Tempo. Beide Teams hatten ihre Momente, es war ausgeglichen. Wir haben heute mit Herzblut verteidigt und unsere Chancen genutzt. Am Ende haben wir die fünfminütige Unterzahl überragend überstanden. Wir waren heute die glücklichere Mannschaft – und haben uns die drei Punkte hart erarbeitet.“

Presse Augsburg
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