Am heutigen 29.08.2022, kurz vor 01.00 Uhr nachts, war ein schwarzer Pkw zwischen der Herbermühle und dem Kriegstatthof bei Huisheim auf der sogenannten Mühlenstraße unterwegs. Hier kam der Wagen aus bislang ungeklärter Ursache in einer leichten Linkskurve mit hoher Geschwindigkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum im Straßengraben.

Der Aufprall war so heftig, dass dadurch unter anderem ein Vorderrad komplett von der Achse abriss und auf die Fahrbahn schleuderte. Durch die Kollision löste der hochwertige Mercedes-SUV selbständig einen Notruf per E-Call mit den Geo-Koordinaten der Unfallstelle aus. Hierbei wurde automatisch übermittelt, dass der Fahrer im Unfallwagen eingeklemmt sein könnte. Ebenfalls war zunächst nicht klar, ob weitere Fahrzeuge beteiligt sind. Beim kurze Zeit später erfolgten Eintreffen mehrerer Rettungswagenbesatzungen aus Donauwörth, Nördlingen und Oettingen sowie zweier Polizeistreifen der PI Donauwörth befand sich der Unfallfahrer nicht mehr vor Ort. Es konnten jedoch diverse Gegenstände in dem Wrack aufgefunden werden, die auf einen 43-jährigen polnischen Staatsangehörigen als Fahrzeugführer zum Unfallzeitpunkt hinwiesen. Da am ausgelösten Fahrerairbag und an weiteren Stellen in dem SUV deutliche Blutspuren sichtbar waren, musste von einer nicht unerheblichen Verletzung des Fahrers ausgegangen werden. Deswegen wurde der Nahbereich durch insgesamt 70 Kräfte der Feuerwehren aus Wemding, Huisheim und Gosheim abgesucht. Auch ein Polizeihubschrauber und eine Drohne mit Wärmebildkamera sowie sogenannte Maintrailer-Polizeihunde wurden eingesetzt.

Der 43-Jährige, der ersten Erkenntnissen zufolge im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz besitzt, konnte bislang jedoch zunächst nicht aufgefunden werden. Hinweise auf weitere Personen im Fahrzeug ergaben sich nicht. Die Beamten stellten das abgeschleppte Unfallwrack zur Beweis- und Spurensicherung sicher. Die Schadenshöhe an dem Mercedes, der Totalschaden erlitt, beträgt mindestens 60.000 Euro. An der Buche, die durch den Pkw-Einschlag teilgefällt wurde, entstand ein Sachschaden von ca. 1.000 Euro.

Im Rahmen umfangreicher polizeilicher Fahndungsmaßnahmen konnte noch am heutigen Vormittag  mutmaßliche Fahrer des Unfallwagens von Kräften der Donauwörther Inspektion in einem Wemdinger Beherbergungsbetrieb angetroffen und in Gewahrsam genommen werden. Zuvor hatte ein Bekannter den schwer verletzten polnischen Staatsangehörigen (ohne festen Wohnsitz im Bundesgebiet) mit seinem Auto von der Unfallstelle abgeholt und zu der Unterkunft gefahren. Mit entsprechenden Verletzungen die zum Unfallhergang passen (u. a. eine Armfraktur, Rippenbrüche sowie eine Bauchverletzung), wurde der Mann in ein Krankenhaus in der Umgebung eingeliefert und dort stationär behandelt. Gleichzeitig stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann zwei offene Haftbefehle vorliegen. Er ist ersten Erkenntnissen zufolge auch nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und stand während der Fahrt zudem unter Medikamenteneinfluss.

Auf ihn kommt nun ein weiteres Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubten Entfernen von der Unfallstelle sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis zu.

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