Zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkriegs hat Polens Präsident Andrzej Duda die Rolle Großbritanniens und Frankreichs nach Hitlers Überfall auf Polen scharf kritisiert. „Vor Hitlers Angriff hatten wir Beistandsverträge mit Frankreich und Großbritannien geschlossen, genutzt haben sie uns nichts“, sagte Duda der „Bild-Zeitung“ (Samstagausgabe). „Hätten England und Frankreich im September 1939 Deutschland angegriffen, wie es im Vertrag vorgesehen war, wäre der Krieg innerhalb einiger Wochen zu Ende gewesen. Aber sie haben Polen ausbluten lassen.“

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Vor diesem Hintergrund suche Polen bis heute „seriöse Bündnispartner, die sich an ihr Wort halten. Und nicht flüchten“, so Duda weiter. „Meine Generation ist im Kommunismus groß geworden. Und wir wissen, dass man auch Militär braucht, um vor dieser Gefahr sicher zu sein. Polnische Truppen und Soldaten aus anderen Ländern.“ Polen habe daher „nichts gegen eine Ausweitung der deutschen Präsenz im Rahmen der NATO. Schon jetzt gibt es in Stettin das Nordost-Korps, das bis vor Kurzem von einem deutschen Kommandanten geführt wurde“, so der polnische Präsident. Fest stehe aber auch: „Die US-Armee ist die stärkste der Welt. Und natürlich wünschen wir uns US-Soldaten an unserer Seite, in unserem Land. Eine dauerhafte Präsenz amerikanischer Truppen in Polen würde zur Sicherheit ganz Europas, auch Deutschlands beitragen.“