Am Mittwochvormittag musste ein 40-jähriger Mann erkennen, dass das Internet kein Bereich ohne gesetzliche Grenzen ist, als die Polizei vor seiner Tür stand und seine Wohnung durchsuchte. Er steht im Verdacht, eine digitale Weihnachtskarte mit rechtsextremen Symbolen verschickt zu haben. Die Kriminalpolizei in Würzburg hat Ermittlungen wegen der Nutzung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen.
Bereits im Jahr 2024 hatte das Bundeskriminalamt einen Hinweis erhalten, wonach der Mann im Jahr 2022 eine digital verbreitete Weihnachtskarte mit möglicherweise strafrechtlich bedenklichem Inhalt versendet hatte. Die besagte Karte zeigte einen Christbaum, der mit verschiedenen Runen und dem sogenannten Sonnenrad dekoriert war.
Diese Ermittlungen lenkten den Fokus der Kripo Würzburg auf den 40-Jährigen und führten zu einer durch das Gericht angeordneten Durchsuchung am Mittwochmorgen. Gegen sechs Uhr erschienen die Polizeikräfte in Begleitung eines Staatsanwalts an der Wohnanschrift und durchsuchten die Räumlichkeiten. Dabei wurde der vor zwei Jahren verwendete Baumschmuck sichergestellt. Außerdem fand die Polizei bei der Durchsuchung eine Vielzahl von NS-Devotionalien, darunter ein Abzeichen mit dem SS-Totenkopf.

