NÜRNBERG. Am Montagabend, dem 4. August 2025, begleitete die Polizei eine politische Versammlung und drei Gegenkundgebungen in der Nürnberger Innenstadt. Dank des Einsatzes der Beamten konnte ein direktes Aufeinandertreffen der verschiedenen politischen Gruppen verhindert werden.
Demonstration und Gegenproteste in Nürnberg
Die Kundgebung mit dem Titel „FJS-Gedenkmarsch – Narrenschiff Utopia – Es reicht!” zog ab 18:40 Uhr rund 70 Teilnehmer auf der östlichen Seite des Hallplatzes an. Gleichzeitig versammelten sich auf der Westseite etwa 300 Personen zu drei verschiedenen Gegenprotesten: “Nürnberg Nazifrei”, “Mahnwache gegen die Montagsdemo vom Team Menschenrechte” und “Musiker*innen gegen Nazis”.
Sitzblockaden und Polizeieinsatz
Gegen 19:20 Uhr starteten die Teilnehmer der Hauptversammlung ihren Demonstrationszug durch die Innenstadt, während die Gegendemonstranten eine alternative Route wählten. An verschiedenen Punkten entlang der Strecken ließen sich Mitglieder des Gegenprotests zu Sitzblockaden nieder. Obwohl die Polizei den Hauptzug an den meisten Blockaden vorbeileiten konnte, war ein Fortkommen in der Bleichstraße nicht möglich. Die Einsatzleitung wertete die Blockade als Versammlung und wies den Teilnehmern eine Fläche zu. Trotz mehrfacher Aufforderung verließen einige die Straßenblockade nicht und mussten von Polizeikräften entfernt werden.
Ermittlungen und Abschluss des Einsatzes
Im Verlauf der Demonstrationen kam es vereinzelt zum Einsatz unmittelbaren Zwanges durch die Polizei. Darüber hinaus wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Ordnungswidrigkeiten nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz eingeleitet. Gegen 21:00 Uhr waren alle Demonstrationen beendet.
An der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren zahlreiche Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg beteiligt.
Erstellt durch: Janine Mendel


