Polizeibericht Augsburg und Region vom 05.12.2021

Polizei
Symbolbild

Bärenkeller Unkooperativer Unfallverursacher

Am Freitag gegen 14.20 Uhr war ein 41-Jähriger im Holzweg mit seinem E-Scooter unterwegs und stürzte alleinbeteiligt zu Boden. Trotz leichter Verletzungen verweigerte er eine vorsorgliche Untersuchung durch die Besatzung eines hinzugerufenen Rettungswagens. Auch gegenüber der Polizeistreife verhielt er sich unkooperativ. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab nämlich einen Wert von über 1,5 Promille. Auf Grund des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr war eine Blutentnahme unumgänglich. Der 41-Jährige wurde jedoch zunehmend aggressiver und wehrte sich vehement gegen das Verbringen auf die Polizeidienststelle zur bevorstehenden Blutentnahme. Erst das Fixieren des Mannes durch mehrere Beamte führte zu einem Sinneswandel und er beruhigte sich. Die Blutentnahme konnte unter einigermaßen normalen Umständen durchgeführt werden.

Sein Verhalten bleibt dennoch nicht folgenlos. Neben dem Verdacht der Trunkenheit im Verkehr muss er sich wegen Widerstand gegen Polizeibeamte verantworten.

 

Innenstadt „Führerschein für keine 30 Minuten“

Am Freitag ereignete sich gegen 16.30 Uhr in der Schaezlerstraße ein Verkehrsunfall. Ein 46-Jähriger war mit seinem Pkw auf der mittleren Spur unterwegs und übersah beim Fahrstreifenwechsel einen parallel fahrenden Pkw. Es kam zum Zusammenstoß.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass gegen den 46-Jährigen aktuell ein Fahrverbot besteht. Kurz vor dem Unfall holte der Mann seinen bis dahin verwahrten Führerschein bei einer Polizeidienststelle ab. Dort wurde er gegen Unterschrift darüber belehrt, erst ab Samstag, 0.00 Uhr, ein Kraftfahrzeug führen zu dürfen. Diese Möglichkeit wird Betroffenen von Fahrverboten grundsätzlich gewährt, um ihnen Umstände zu ersparen. Dadurch können Betroffene nach Ablauf des Fahrverbots mit dem Pkw beispielsweise direkt in die Arbeit fahren, ohne vor Fahrtantritt eine Polizeidienststelle zur Entgegennahme des Führerscheins aufsuchen zu müssen.

Dieses Entgegenkommen der Behörden nutzte der 46-Jährige aus – nicht ohne Folgen. Fahrzeugschlüssel und Führerschein des Mannes wurden sichergestellt. Den Führerschein hatte er somit lediglich keine halbe Stunde in Händen.

Nun wird gegen ihn wegen Fahrens trotz Fahrverbot ermittelt. Als Unfallverursacher muss er sich außerdem wegen einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung verantworten. Der Unfallschaden beläuft sich auf knapp 2.000 Euro.

 

Innenstadt Mann kauft Wodka für Jugendliche

Am Freitagabend sprachen zwei Jugendlichte mehrere Passanten in der Bürgermeister-Fischer-Straße an und baten darum, für sie Schnaps in einem Geschäft zu kaufen. Die Passanten lehnten dankend ab, bis auf einen 45-Jährigen. Er ging in ein dortiges Geschäft, kaufte eine Flasche Wodka und wollte diese den beiden 14-jährigen Mädchen übergeben. Eine aufmerksame Mitarbeiterin schritt rechtzeitig ein. Die verständigte Polizeistreife informierte die Eltern der beiden 14-Jährigen. Außerdem wurde der 45-Jährige auf sein Fehlverhalten hingewiesen. Er muss sich nun wegen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz verantworten.