„Kein Grund zur Aufregung“

Gersthofen

Im Rahmen einer Kontrollaktion fiel den Beamten der Autobahnpolizei Gersthofen am Samstag, den 15.02., um 14.30 Uhr, auf der A 8 ein Lkw auf, dessen Ladung sich deutlich an der Plane abzeichnete. Die Vermutung, dass sich die Ladung verschoben hatte lag nahe. Bei der anschließenden Kontrolle an der Rastanlage Edenbergen zeigte sich eine starke Auswölbung an der rechten Seite. Zu dieser hin neigte der Anhänger auch bedenklich. Der Fahrer, ein 68-jähriger polnischer Staatsbürger beruhigte aber die Beamten, „da er nur Textilien geladen habe und deshalb kein Grund zur Aufregung bestünde“.

Bei der Durchsicht der Ladungspapiere bestätigten sich die Angaben des Lkw-Fahrers aber nur hinsichtlich des Ladegutes. Er hatte tatsächlich Textilien an Bord und zwar knapp 600 Kartons mit einem doch besorgniserregendem Gewicht von 23000 kg.

Bei der Ladungskontrolle öffnete der Kraftfahrer die hintere Ladeklappe. Beim Öffnen kam ihm dann auch schon die Ladung entgegen geflogen. Der Fahrer musste von den Beamten weggezogen werden, um nicht von seiner eigener Ladung verletzt zu werden. Es stellte sich heraus, dass bei dem Transport keinerlei Sicherungsmittel verwendet wurden!

So wollte der Lkw-Fahrer mit seinem Sattelzug von Mühlheim an der Ruhr bis nach Italien in die Nähe von Rom fahren! Die Weiterfahrt wurde aber durch die Beamten der Autobahnpolizei bis zur Herstellung eines verkehrssicheren Zustandes, untersagt. Ein Ersatzfahrzeug mit entsprechenden Sicherungsmitteln wurde deshalb von dem Fahrer nachgeordert.    

Für sein unverantwortliches Handeln musste der Lkw-Fahrer eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich hinterlegen.