Fünf angemeldete Versammlungen am Samstagnachmittag
Am Samstagnachmittag beaufsichtigte die Aschaffenburger Polizei, unterstützt von zusätzlichen Kräften, mehrere Versammlungen in der Stadt. Insgesamt nahmen rund 1.800 Personen teil. Zwei der Versammlungen waren als Umzüge angemeldet: Ein Marsch zum Thema „Großdemonstration gegen Faschismus“ von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr und ein weiterer Umzug mit einem Lautsprecherfahrzeug von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Zusätzlich gab es drei stationäre Versammlungen.
Die Polizeiinspektion Aschaffenburg setzte dafür eigene Kräfte sowie Unterstützung von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, den Zentralen Einsatzdiensten Aschaffenburg und der Kriminalpolizei ein.
Bei dem Marsch von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr wurde eine Gruppe von etwa 30 Teilnehmern festgestellt, die teilweise vermummt war und Schutzhandschuhe trug. Eine Person trug ein Tattoo, das gegen §86a StGB verstößt, und wurde zur Polizei gebracht. Die restliche Gruppe konnte nach Kontrollen weiter an der Versammlung teilnehmen.
Während der Veranstaltung kam es erneut zu Vermummungen, gegen die nun wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt wird.
Weitere Versammlung am Freitagabend
Am Freitagabend fand ein angemeldeter Autokorso statt, der am Volksfestplatz begann. Während des Autokorsos mit etwa 40 Fahrzeugen gab es einige Zwischenfälle zwischen gegnerischen Gruppen, und die Polizei musste zwei Verkehrsunfälle aufnehmen. Zudem wurde ein Verfahren wegen Beleidigung eingeleitet.
Bilanz der Aschaffenburger Polizei
Die Aschaffenburger Polizei konnte mit ihrem Einsatzkonzept sicherstellen, dass alle Teilnehmer ihre grundgesetzlich garantierten Rechte wahrnehmen konnten. Insgesamt kam es nur zu vereinzelten Verstößen und keinen größeren Sicherheitsstörungen. Allerdings führten die Veranstaltungen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im gesamten Stadtgebiet.

