Polizeieinsatz in der Augsburger Maxstraße eskaliert – Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein

Am Freitag war ein Polizeieinsatz in der Augsburger Maximilianstraße eskaliert. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in zwei Verfahren eingeleitet.

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Screenshot eines Facebook-Videos, das den gestrigen Einsatz zeigen soll

Am Freitagabend war es in der Augsburger Maximilanstraße zu einem großen Polizeieinsatz gekommen, nachdem der städtische Ordnungsdienst für die Umsetzung der Coronamaßnahmen Unterstützung angefordert hatte. Als die Beamten vor Ort eingetroffen waren eskalierte die Situation. Der erst verbal geführte Konflikt zwischen der Polizei und einer 30-jährigen Wirtin, sowie deren Mutter wurde körperlich. Während die Polizei Handgreiflichkeiten gegen eigene Beamte anzeigte, wirft die Wirtin mindestens einem Beamten vor, sie geschlagen zu haben (wir berichteten).Nun beschäftigt sich die Augsburger Staatsanwaltschaft mit dem Vorfall in der „Max“.

Zwei unterschiedliche Verfahren wurden, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, eingeleitet. Gegen Tochter und Mutter wird wegen des Vorwurfs eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt, aber auch der Polizeieinsatz wird genauer betrachtet. Hier läuft nun ein sogenanntes Vorermittlungsverfahren, auch das Bayerische Landeskriminalamt prüft die Vorwürfe. Auch hier soll geprüft werden, ob es Verfehlungen seitens der eingesetzten Ordnungskräfte gegeben hatte. Augenzeugen bekräftigen mit ihren Aussagen den Schlag des Polizisten. In wie fern diese Aussagen und umlaufendes Videomaterial belastend sein kann, müssen nun die weiteren Prüfungen seitens der Ermittlungsbehörden zeigen.