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Polizeikontrollen in Niederbayern: Über 1.800 Radfahrer überprüft, 815 Verstöße registriert

Ergebnis der Kontrollen in Niederbayern

Im Rahmen der Schwerpunktaktion zur Radfahrsicherheit wurden in Niederbayern 1.877 Radfahrer kontrolliert. Dabei verzeichnete die Polizei 14 Strafanzeigen und 644 Verkehrsordnungswidrigkeiten. Knapp 64 % der Verstöße (412 Fälle) betrafen eine falsche Straßenbenutzung, wie zum Beispiel das Fahren als „Geisterradler“ oder auf Gehwegen. Außerdem nutzten 57 Radfahrer während der Fahrt verbotenerweise ihr Mobiltelefon und 17 Radfahrer missachteten das Rotlicht.

Nicht nur Radfahrer wurden im Zuge der Aktion überwacht, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Bei 543 angehaltenen Verkehrsteilnehmern wurden 97 Verstöße im Zusammenhang mit der Radverkehrssicherheit festgestellt. Dazu zählen 76 Fälle von unerlaubtem Halten oder Parken auf Radwegen oder Radstreifen und drei Verstöße gegen den erforderlichen Seitenabstand beim Überholen von Radfahrern.

Insgesamt wurden 815 Beanstandungen registriert, darunter 23 Strafanzeigen, 41 schwerwiegende Verkehrsordnungswidrigkeiten und 751 Verwarnungen.

Fazit des Polizeipräsidiums Niederbayern

Die landesweiten Schwerpunktwochen „Radfahrsicherheit“ haben die Bedeutung des Bewusstseins für Gefahren, denen Radfahrer im Straßenverkehr ausgesetzt sind, hervorgehoben. Besonders besorgniserregend ist die hohe Zahl der Geisterradler, die auf der falschen Straßenseite unterwegs sind.

Das Polizeipräsidium Niederbayern ruft alle Radfahrerinnen und Radfahrer dringend dazu auf, die korrekte Straßenseite zu benutzen und einen Fahrradhelm zu tragen, um im Falle eines Unfalls bestmöglich geschützt zu sein.

Im Jahr 2024 wurden in Niederbayern sechs tödliche Radfahrunfälle registriert, davon vier mit Pedelecs. Somit waren 10 % der tödlichen Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr auf Fahrrad- oder Pedelecfahrer zurückzuführen. Auffällig ist der hohe Anteil älterer Radfahrer, die tödlich verunglückten – drei der sechs Getöteten waren 65 Jahre oder älter.

Das Engagement für die Sicherheit im Radverkehr

Diese Statistiken verdeutlichen die Notwendigkeit, weiterhin verstärkt auf die Sicherheit im Radverkehr zu setzen. Das Polizeipräsidium Niederbayern plant, auch künftig einen besonderen Schwerpunkt auf die Radfahrersicherheit zu legen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen, auch durch Fahrradstreifen. Außerdem wird ein Pedelecsimulator zur Präventionsarbeit eingesetzt, um das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu erhöhen.

Sicherheit im Radverkehr ist eine gemeinsame Verantwortung. Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel kommen.

Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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