Das Polizeipräsidium München plant, im Bahnhofsviertel eine verstärkte Präsenz zu zeigen und vermehrt Kontrollen durchzuführen. Der Münchner Stadtrat hat am 17. Dezember 2024 beschlossen, im Bereich des Alten Botanischen Gartens eine Zone einzurichten, in der Waffen und Messer verboten sind, sowie eine Regelung erlassen, die den Konsum und das Mitführen von Alkohol und Cannabis untersagt. Diese Regelungen treten am 15. Januar 2025 in Kraft und sollen die Situation in diesem Gebiet verbessern.
Polizeipräsident Hampel begrüßte diese Entscheidung nachdrücklich, da nur ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Lage im Bahnhofsviertel und den angrenzenden Gebieten führen könne. Das Polizeipräsidium München hat sich im Rahmen der Task Force Innenstadtsicherheit mit Vorschlägen wie dem Cannabisverbot beteiligt. Darüber hinaus wird es mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei vor Ort präsent sein und die Videoüberwachung als wichtigen Bestandteil nutzen.
Bereits im Verlauf des Jahres wurden im Bereich des Hauptbahnhofs verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern. Besonders im August zeigte sich der Einsatz der Münchner Polizeikräfte gemeinsam mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei als Erfolg. Diese intensive Kontrolltätigkeit zielte darauf ab, den illegalen Rauschgifthandel zu bekämpfen, Gewaltdelikte zu verhindern und Ordnungsstörungen entgegenzuwirken.
Von Oktober bis Dezember 2024 wurden weitere Einsätze durchgeführt, bei denen die Polizeiinspektionen durch zahlreiche Beamtinnen und Beamte unterstützt wurden. Zusätzlich wurde die Videoüberwachung erweitert. Während dieser Einsätze wurden über 3.000 Personen kontrolliert und rund 1.300 Platzverweise ausgesprochen, wobei es meist um Drogenkonsumenten ging. Es kam zu zahlreichen Anzeigen und Festnahmen wegen Rauschgiftverstößen, wobei mehrere Personen dem Richter vorgeführt wurden.
Diese Einsätze werden in enger Kooperation mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Alten Botanischen Garten fortgesetzt. Um die polizeilichen Maßnahmen abzustimmen, hat das Polizeipräsidium München die Arbeitsgruppe „Sicherheit im Bahnhofsviertel – AG SiBa“ gebildet, die unter anderem die Sicherheitslage auswertet und Rückmeldungen der Stadtbewohner berücksichtigt. Ziel ist ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten mit einem strategischen Konzept, das sich auch mit dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung befasst.
Für den kommenden Zeitraum ist geplant, weiterhin zur Verbesserung der Sicherheit im Bahnhofsviertel und im Alten Botanischen Garten beizutragen und polizeiliche Aspekte in die Zusammenarbeit mit der Task Force einzubringen.

