Portugal setzt Cristiano Ronaldo die (Europameister-) Krone auf

Erneut konnte Portugal das Spiel nicht in der regulären Spielzeit gewinnen, doch was zählt dies in einem Finale? Die Mannschaft Portugals rang Gastgeber Frankreich in der Verlängerung mit 1:0 nieder und holte den Titel auch für seinen früh verletzt ausgeschiedenen Kapitän Cristiano Ronaldo.IMG_4735 Portugal setzt Cristiano Ronaldo die (Europameister-) Krone auf News Sport Cristiano Ronaldo EM Europameisterschaft Finale UEFA Euro 2016 | Presse Augsburg

Fangen wir hinten an, wieder einmal zeigte sich das Kind in Portugals Cristano Ronaldo. Aufgedreht sprang er alles und jeden an, setzte zu waren Umarmungsorgien an. Selbst vor Schiedsrichter Clattenburg machte der Superstar nicht halt. Kurz zuvor hatte der Mann, der als Vereinsfußballer schon gewonnen hat, was es überhaupt zu gewinnen gibt mit seiner Nationalmannschaft den ersten Titel einfahren können. Doch lange hatte es weder für ihn noch für sein Team nach einem solchen Happy End ausgesehen.

Wie schon gegen Deutschland im Halbfinale hatten die Gastgeber mit mächtig Zug zum Tor begonnen. „Les Bleus“ kam schon früh durch Pogba (6.) und Griezmann (7.) zu ersten Chancen. Wenig später ging ein Raunen durch das mit 75.868 Zuschauer natürlich ausverkaufte Stade de France. Frankreichs Payet war im Zweikampf überhart gegen Ronaldo eingestiegen, der Real-Star blieb mit Schmerzen im linken Knie am Boden liegen (8.). Clattenburg sah die Aktion als internationale Härte und gab kein Foul. Für CR7 war die Partie aber dennoch in der 25.Spielminute vorbei, mehrfach hatte er es noch versucht, aber es ging nichts mehr. Ihrer gefährlichsten Waffe beraubt setzte sein Team in der Folge noch gezielter auf den bisher bei diese Turnier so effektiv vorgetragenen defensiven Ergebnisfußball. Frankreich blieb weiter spielbestimmend, konnte aus dem vermeintlichen Vorteil aber kein Kapital schlagen.