Presse Augsburg exklusiv | Der Diedorfer Produzent des Schwabenkrimis „Trash Detective“ im Interview

Schwaben ist sehr facettenreich, seine Menschen bodenständig, aber auch kreativ. Mit einem kreativen Schwaben, den Kinofilmproduzenten Dominik Utz konnte sich Presse Augsburg über seinen Weg in die Branche und seinen neuesten Film „Trash Detective“ unterhalten.

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Produzent Dominik Utz ist in Diedorf aufgewachsen und absolviert aktuell sein Filmstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Hallo Dominik, schön dass Sie sich so kurz vor den abschließenden Dreharbeiten für Ihren Kinofilm „Trash Detective“ noch Zeit für uns genommen haben.

Erzählen sie uns doch etwas über ihre Person. Wie alt sind sie, wo kommen sie her, was machen sie so?
Ich bin 32 Jahre alt und in Augsburg geboren und aufgewachsen. Seit 2011 studiere ich Filmproduktion an der Filmakademie Baden-Württemberg mit Studienschwerpunkt Stoffentwicklung. Parallel zum Studium habe ich 2012 mit meinem Kollegen Martin Schwimmer die Produktionsfirma DOMAR Film GmbH gegründet, mit der wir bisher vor allem Werbe- & Imagefilme produziert haben. Langfristig hoffen wir jedoch den Sprung in die hartumkämpfte Spielfilmbranche zu schaffen. Kinofilme zu produzieren, denen die Symbiose aus künstlerischem Anspruch und kommerziellem Erfolg gelingt, ist dabei unsere Zielsetzung.

Wie kamen sie dazu Film zu studieren?
Die Leidenschaft und Faszination für das Medium Film habe ich schon seit Kindesbeinen. Mein Weg in die Filmbranche verlief aber nicht geradlinig. Wie so oft im Leben, waren es auch bei mir die Umwege, die mich dahin gebracht haben, wo ich heute stehe. Auf dem Land in Diedorf aufgewachsen, lag es erstmal fern beruflich etwas mit Film zu machen. Deshalb studierte ich nach dem Abitur zunächst einmal Architektur, um in die Fußstapfen meines Vaters zu treten, der selbstständiger Architekt ist. Allerdings stellte ich fest, dass ich meinen eigenen Weg finden muss, brach das Studium ab und probierte Verschiedenes aus. Einer dieser Schritte führte mich dann zu einer Münchner Filmproduktionsfirma, bei der ich zunächst ein Praktikum und im Anschluss eine Ausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien absolvierte. Ab da hatte ich meine Erfüllung gefunden, und es war relativ schnell klar, dass ich noch an einer renommierten Filmhochschule studieren und mein Fachwissen erweitern möchte.

Wie lange geht so ein Studium und benötigt man dafür Vorkenntnise?
Bei meinem Studienfach handelt es sich um einen Diplom-Studiengang. Regelstudienzeit sind 4,5 Jahre, wobei die meisten meiner Kommilitonen ein, bis zwei Jahre länger studieren. Vor allem um genug Zeit für die Entwicklung und Finanzierung des eigenen Abschlussfilms zu haben. Für die Bewerbung an der Filmakademie musste ich neben dem Abitur zwei Jahre Berufserfahrung im Medienbereich nachweisen und ein mehrstufiges Auswahlverfahren bestehen. Fachliche Vorkenntnisse waren auch bei den Bewerbungsaufgaben notwendig. Da die Filmakademie Baden-Württemberg auch international einen exzellenten Ruf genießt, sind die Studienplätze sehr begehrt. Es werden aber nur wenige Leute aufgenommen. Einer von diesen sein zu dürfen, schätze ich sehr.