15. Februar: Internationaler Kinderkrebstag – Deutsche Krebshilfe unterstützt Forschung für die Jüngsten

„Ich habe es geschafft“. Nach einem langen Jahr voller Hoffen und Bangen, 14 überstandenen Chemotherapien und einer Operation, ist der siebenjährige Nils zuversichtlich, seine Krebserkrankung zu bewältigen. Um allen an Krebs erkrankten Kindern wie Nils gute Chancen auf Heilung zu ermöglichen, fördert die Deutsche Krebshilfe zahlreiche Projekte zur Bekämpfung von Krebs im Kindesalter.

Symbolbild

Mit Erfolg: Vier von fünf der jungen Patienten werden heute wieder gesund. Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 2.000 Kinder und Jugendliche an Krebs. Um auf krebskranke Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen, wurde 2002 der internationale Kinderkrebstag von der Internationalen Vereinigung der Eltern krebskranker Kinder (ICCCPO) ins Leben gerufen.

Nils erkrankt mit sieben Jahren an einem bösartigen Knochentumor, dem sogenannten Ewing-Sarkom. Wenn diese Krebsart Metastasen bildet, kann das binnen weniger Monate zum Tod führen. Doch Nils hat Glück im Unglück: Der Tumor wird rechtzeitig entdeckt.

Warum Kinder an einem Ewing-Sarkom erkranken, der zweithäufigsten Art von Knochenkrebs im Kindesalter, ist noch weitgehend unklar. Der Wissenschaftler Dr. Dr. Thomas Grünewald und sein Team vom Pathologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München wollen die genauen Ursachen der Tumorentstehung untersuchen. „Bei vielen Krebserkrankungen, die Kinder betreffen, wird ein Zusammenspiel zwischen einer schädlichen Erbgutveränderung, die nach der Geburt auftritt, und einem angeborenen Erkrankungsrisiko vermutet“, so Grünewald. Die Erkenntnisse dieser Untersuchungen seien daher auch für die Behandlung anderer Krebsarten im Kindesalter wichtig. Die Deutsche Krebshilfe fördert dieses Forschungsprojekt mit rund 671.000 Euro.

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