Beim Allgäu-Derby Memmingen gegen Sonthofen geht es um viel

Am Freitag steigt das nächste Highlight der Oberliga-Saison an: Das erste Allgäu-Derby der Spielzeit findet am Memminger Hühnerberg statt. Ab 20 Uhr duellieren sich die Memminger Indians mit den „Bulls“ aus Sonthofen, Karten für die Partie sind weiterhin an allen VVK-Stellen erhältlich.

Im Allgäu-Derby geht des für beide Teams um viel | Foto: Alwin Zwibel

Den Umschwung erfolgreich bewältigt – so könnte man das vergangene Wochenende aus Memminger Sicht zusammenfassen. Nach der Trennung vom Trainergespann Dietrich/Benda haben die Indians mit zwei guten Leistungen wieder ein Lebenszeichen gesendet. Die ersten Punkte in der Saison, die es gegen Weiden am Sonntag zu bejubeln gab, waren enorm wichtig fürs Selbstvertrauen der Mannschaft, die nun den großen Rivalen aus Sonthofen besiegen will.

Die Bulls haben bislang zwei Zähler auf dem Konto, fast hätten sie aber dem Topteam aus Rosenheim am letzten Spieltag ein Bein gestellt. Nur knapp mussten sie sich am Ende geschlagen geben, ähnlich sah es gegen Riessersee aus. Im Sommer gab es einen etwas größeren Umbruch bei den „Bulls“. Nach dem Abschied von Trainer Heiko Vogler setzt man nun ganz auf die „Tschechische Karte“. Mit Lukas Slavetinsky wurde ein äußerst erfahrener Abwehrspieler aus Ravensburg verpflichtet, der gleichzeitig den Posten des Sportlichen Leiters einnimmt. Das Traineramt bekleidet nun Martin Sekera, der lange Zeit in Lindau aktiv war. Auch die Kontingentspieler des ERC sind beide aus Tschechien, Martin Frolik und Petr Sinagl sollen mit den Führungsspielern Kames, Rau und Sill das Team der Allgäuer führen.

Die Indians, um Interimstrainer und Kapitän Daniel Huhn, wollen am Wochenende ihr Punktekonto weiter aufstocken. Gegen die Bulls wird Torhüter Joey Vollmer wieder ins Team zurückkehren. Patrik Beck und auch Jakub Wiecki, der bereits wieder Einheiten auf dem Eis absolviert hat, müssen verletzungsbedingt weiter pausieren, auch bei ein bis zwei weiteren Spielern stehen noch Fragezeichen hinter einem Derby-Einsatz. Doch trotz personeller Einschränkungen sind die Indians hoch motiviert. Auch wenn noch kein neuer Trainer feststeht, laufen die Vorbereitungen im Indianer-Lager höchst zufriedenstellend ab, so dass kein Schnellschuss auf dieser Position getätigt werden soll. Die Verantwortlichen gehen im Moment davon aus, dass eine Entscheidung über die Besetzung des vakanten Postens erst nach dem Wochenende gefällt wird.

Foto: Alwin Zwibel

Ernüchterung bei den Bulls

Beim ERC Sonthofen herrscht nach den ersten fünf Ligaspielen Ernüchterung. Trotz starker Leistungen gegen die Spitzenteams aus Garmisch, Rosenheim, Selb und Landshut, gab es keine Punkte für die Bulls. Individuelle Fehler und unnötige Strafzeiten kosteten das Team von Martin Sekera immer wieder ein besseres Ergebnis. Ausgerechnet mit der bisher schwächsten Saisonleistung gelang dem ERC in der Overtime ein Sieg gegen die Blue Devils Weiden. Damit stehen die Bulls derzeit auf Platz 11 der Tabelle.

In Rosenheim musste das Team von Martin Sekera auf den verletzten Stürmer Petr Sinagl verzichten. Petr leidet noch immer an einer Unterkörperverletzung, über einen Einsatz gegen Memmingen wird erst kurzfristig entschieden, so Sekera. Feststeht, dass Jayden Schubert fehlen wird. Der junge Deutsch-Canadier handelte sich im letzten Spiel in Rosenheim eine Spieldauerstrafe ein und muss somit das Spiel gegen Memmingen von der Tribüne aus verfolgen. Ob Sonthofen Verstärkung von den Kooperationspartnern aus Bietigheim oder Kaufbeuren erhält, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.