„Aktive Zentren“ | 4,2 Millionen Euro an Förderungen für 18 Gemeinden in Schwaben

„Auch in diesem Jahr unterstützen wir wieder die Gemeinden mit dem Zentrenprogramm der Bund-Länder-Städtebauförderung. In Schwaben investieren Bund und Freistaat in 18 Gemeinden insgesamt 4,2 Millionen Euro. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen den Programmgemeinden damit rund 6,5 Millionen Euro zur Verfügung“, teilte Innen- und Bauminister Joachim Herrmann anlässlich der Zuteilung der Mittel an die Programmgemeinden mit.

Auch Füssen profitiert von den Fördermitteln .flyupmike / Pixabay

Die Stadt Thannhausen setzt dieses Jahr die Umgestaltung ihrer Stadtmitte fort. Nach Ausführung der zentralen Platzanlage um das neue Rathaus schließt nun die gestalterische Aufwertung der Christoph-von-Schmid-Straße an. Damit sollen die Innenstadt aufgewertet und die örtlichen Einrichtungen gestärkt werden. Die Stadt Mindelheim schließt in diesem Jahr mit einem letzten Bauabschnitt die Umgestaltung der zentralen Achse ‚Maximilianstraße‘ ab. Im Bereich vor dem ‚Unteren Tor‘ werden der Straßenraum verkehrsberuhigt, angrenzende Plätze gestalterisch miteinander verknüpft, Aufenthaltsbereiche geschaffen und ein Teil des Mindelkanals zugänglich gemacht. Das wertet den Stadtkern mit seinen zentralen Dienstleistungs- und Einzelhandelsangeboten nochmals auf. Herrmann: „Mit den Geldern des Zentrenprogramms unterstützen wir die Gemeinden bei der Bewältigung struktureller Schwierigkeiten in ihren zentralen Stadt- und Ortsbereichen. Zentren, in denen die zentralen Handels- und Gewerbestrukturen sowie die Kultur-, Freizeit-, Wohn- und Bildungsangebote sind, wollen wir in ihrer Vielfalt erhalten und stärken.“

Bayernweit stehen im Zentrenprogramm 2017 insgesamt 112 bayerischen Gemeinden Fördermittel in Höhe von rund 32,3 Millionen Euro zur Verfügung. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich zur Bewältigung struktureller Herausforderungen in den zentralen Stadt- und Ortsbereichen ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 52,2 Millionen Euro.

Die Ziele des Programms ‚Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Leben findet Innenstadt‘ orientieren sich an der Schaffung von Funktionsvielfalt und Versorgungssicherheit in den Zentren. Auch der soziale Zusammenhalt durch vielfältige Wohnformen und Infrastruktureinrichtungen soll gefördert werden. Öffentlicher Raum soll aufgewertet, Stadtbaukultur und stadtverträgliche Mobilität gepflegt werden. Zudem wird partnerschaftliche Zusammenarbeit unterstützt. Herrmann: „Neben einer fundierten Bürgerbeteiligung tragen integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte wesentlich zum Erfolg einer nachhaltigen Entwicklung der Zentren bei.“

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Mit fast einer Milliarde Euro stellen wir den Ländern in diesem Jahr so viel Mittel für die städtebauliche Förderung zur Verfügung wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gemeinsam mit den Ländern unterstützen wir damit die Städte und Gemeinden bei der Herausforderung, sich an die demografischen, ökonomischen und ökologischen Veränderungen städtebaulich anpassen zu können. Damit stärken wir auch die soziale Stadtentwicklung und das soziale Miteinander in unseren Quartieren.“

Im Jahr 2017 werden die erfolgreichen Programme der Städtebauförderung – Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz und Kleinere Städte und Gemeinden – mit einem Volumen von 740 Millionen Euro fortgeführt und um das 50-Millionen-Euro-Programm Zukunft Stadtgrün mit dem Förderschwerpunkt urbanes Grün erweitert. Die Mittel für die Programme Soziale Stadt und Stadtumbau wurden um 90 Millionen Euro erhöht. Parallel zur Städtebauförderung hat das Bundesbauministerium den neuen Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ mit 200 Millionen Euro ausgestattet. Dieses Geld soll vor allem in den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Stadtteilzentren und Bürgerhäusern investiert werden und damit auch ehrenamtlich Engagierte unterstützen. Zur Begleitung der Investitionen soll es in den Vierteln Integrationsmanager geben, die vor Ort Ansprechpartner sind für Vereine und Initiativen, aber auch für Neubürger und Einheimische.

Deutschlandweit unterstützt der Bund Länder und Kommunen im laufenden Jahr mit Bundesfinanzhilfen zur Förderung des Städtebaus auf Rekordniveau von 990 Millionen Euro. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.

Fördermaßnahmen in Schwaben

  • Aichach, Altstadt, 150.000 Euro
  • Augsburg, Lechhausen, Westliche Innenstadt, 90.000 Euro
  • Babenhausen, Kernstadt, 90.000 Euro
  • Dillingen a. d. Donau, Altstadt, 180.000 Euro
  • Füssen, Innenstadt, 120.000 Euro
  • Günzburg, Innenstadt, 90.000 Euro
  • Immenstadt i. Allgäu, Altstadt, 60.000 Euro
  • Kaufbeuren, Altstadt, 1.300.000 Euro
  • Kempten (Allgäu), Nördliche Innenstadt, 60.000 Euro
  • Lindenberg i. Allgäu, Innenstadt, 120.000 Euro
  • Marktoberdorf, Innenstadt, 140.000 Euro
  • Memmingen, Altstadt, 270.000 Euro
  • Mindelheim, Altstadt, 120.000 Euro
  • Neusäß, Neue Mitte Westheim, 60.000 Euro
  • Oberstdorf, Ortskern, 810.000 Euro
  • Schwabmünchen, Stadtkern, 210.000 Euro
  • Thannhausen, Stadtkern, 120.000 Euro
  • Wemding, Altstadt, 210.000 Euro