Augsburg | Ehemaliger Kreissparkassen-Mitarbeiter unterschlägt Kundengelder – Bewährungsstrafe

Am Donnerstag musste das Schöffengericht in Augsburg über einen früheren stellvertretenden Geschäftsleiter der Kreissparkasse Augsburg urteilen. Er hatte über Jahre hinweg Kundengelder veruntreut.

Am Donnerstag musste sich vor dem Amtsgericht Augsburg ein heute 57-jähriger Mann verantworten.  Der Angeklagte war über Jahre hinweg als stellvertretender Geschäftsleiter und Vermögenskundenberater von Privatkunden der Kreissparkasse Augsburg in Welden (Kreis Augsburg) tätig. Im Rahmen dieser Stellung verfügte er insgesamt über knapp 92.000,00 Euro von Konten zweier Geschädigten durch Barauszahlungen ab oder durch Überweisungen auf andere Konten. Zudem fälschte er Auszahlungsbelege, Anträge sowie weitere Schriftstücke mit den Unterschriften verschiedenster Kunden.

Tatvorwurf der Anklage ist neben Unterschlagung, Untreue und Urkundenfälschung auch Computerbetrug (jeweils in unterschiedlicher Anzahl von Fällen).Verhandelt wurden nur Fälle von August 2012 – April 2017, weitere Vergehen aus vorhergehenden Jahren waren bereits verjährt.

Das Schöffengericht verurteilte den geständigen Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 2 Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Kreditinstitut hatte dem langjährigen Mitarbeiter bereits gekündigt, er ist aktuell arbeitslos. Einen guten Teil des von ihm bei den Kunden entstandenen Schaden hat er bereits wieder zurückgeleistet, auch die nicht verhandelten Vergehen möchte er wieder gutmachen.