Augsburg ist bereit für den Kanuslalom Weltcup 2018 – Ab Donnerstag trifft sich die Weltelite am Eiskanal

Am kommenden Donnerstag, 5. Juli, wird der dritte ICF Kanuslalom Weltcup der 2018er Serie eröffnet. An den folgenden drei Wettkampftagen tritt die Weltelite im Olympiapark Augsburg am Eiskanal im Kampf um Medaillen und Weltcup-Punkte an. Zum mittlerweile 23. Mal findet ein ICF Kanuslalom Weltcup in Augsburg unter der Federführung von Kanu Schwaben Augsburg statt – an dem Ort, an dem 1972 die Geburtsstunde von Kanuslalom als olympische Sportart schlug.

Team Deutschland ist startklar: (vl) Hannes Aigner, Sideris Tasiadis, Ricarda Funk und Elena Apel mit Trainerstab | Foto: Wolfgang Czech

Weltklassefeld am Start

In allen Bootsklassen gehen die aktuellen Europameister von Prag 2018 in Augsburg an den Start. Neben der Deutschen Ricarda Funk (Kajak Einer Damen) sind das Ryan Westley (Großbritannien) im Canadier Einer Herren, Peter Kauzer (Slowenien) im Kajak Einer Herren und  Viktoria Wolffhardt (Österreich) im Canadier Einer Damen). Unter den 258 Startern aus 38 Ländern sind zahlreiche aktuelle und ehemalige Olympiasieger, Weltmeister und Europameister. Auffällig sind laut Technischem Leiter Thomas Schmidt, dass sich vermehrt afrikanische Länder an der Weltcup-Serie beteiligen. In Augsburg sind auch Sportler aus Nigeria und Senegal am Start.

Team Deutschland setzt auf den Heimvorteil

Das ambitionierte deutsche Team geht in allen Disziplinen mit Medaillenhoffnungen an den Start. Nach zweimal Gold und einmal Bronze beim Weltcupauftakt im slowakischen Liptovski Mikulas und nach dem Rückschlag von Krakau geht das deutsche Team ambitioniert in den Heimweltcup und will an die sehr guten Leistungen des Weltcupauftakts von Liptovski Mikulas anknüpfen. „Weltcups vor eigenem Publikum sind immer etwas Besonderes. Unsere Sportler sind nach dem medaillenlosen Ergebnis von Krakau nun besonders motiviert, hier wollen wir an die sehr guten Ergebnisse von unserem Weltcupstart anknüpfen“, sagt DKV-Chefcoach Michael Trummer. „Natürlich möchten wir in Augsburg unseren Heimvorteil nutzen, viele Finalplatzierungen herausfahren und in den Kampf um die Medaillen eingreifen.“ Die DKV-Flotte konnte am vergangenen Wochenende auf der Moldau keinen Podestplatz einfahren, das Canadier-Einer-Finale der Männer und der Damen fand sogar gänzlich ohne deutsche Beteiligung statt. Genau in dieser Disziplingruppe hofft aber die Mannschaft auf den Olympiazweiten von 2012, den Lokalmatadoren Sideris Tasiadis (KS Augsburg), der bereits einen Sieg beim Weltcupauftakt in Liptovski verbuchen konnte. Auch Elena Apel (KS Augsburg) hatte bei der EM mit Bronze gezeigt, dass mit ihr im Canadier der Damen zu rechnen ist. Weiterhin gehören Sebastian Schubert (Kajak Herren) und Jasmin Schornberg  vom KR Hamm sowie Ricarda Funk vom KSV Bad Kreuznach (beide Kajak Damen) zum engsten Favoritenkreis.