Augsburg | Stolpersteine erinnern an Opfer des NS-Regimes

Am heutigen Donnerstag wurden in Augsburg sogenannte Stolpersteine verlegt, die an Opfer des NS-Regimes erinnern sollen. Es hätten noch mehr Steine verlegt werden sollen, doch diese wurden von der Stadt Augsburg noch nicht genehmigt.

Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig und Miriam Friedmann zeigen die Steine für das Ehepaar Oberdorfer | Foto: Wolfgang Czech

Heute Vormittag war es soweit. Nach hitzigen Diskussionen und Streitigkeiten wurden die ersten sogenannten Stolpersteine in Augsburger Straßen verlegt. Die kleinen Mahnmale erinnern an heimische Opfer des NS-Regimes. Künstler und Stolperstein-Erfinder Gunter Demnig setzte die ersten dieser Steine um kurz nach 9 Uhr für das Ehepaar Oberdorfer in der Maximilianstraße 17.

In Anwesenheit der Enkelin Miriam Friedmann verlasen Schülerinnen des Maria-Theresia- Gymnasiums selbst erarbeitete Kurzbiografien der Oberdorfers. So erfuhren interessierte Bürger, darunter die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), dass Eugen und Emma Oberdorfer am 7. März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden.

Auch an der nächsten Station am Martin-Luther-Platz liegen familiäre Wurzeln von Miriam Friedmann. Dort erinnern nun Stolpersteine an die Familie Friedmann.

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