Augsburg | Stolpersteine erinnern an Opfer des NS-Regimes

In der Ganghoferstraße 2 wurde einer der Steine für Karl Nolan, der als einer der ersten Augsburger Gegner des NS-Regimes gilt, gesetzt. Er war im KZ Dachau ermordet worden. Neben dem Stolperstein für Nolan wurden zwei Pflastersteine verlegt. An diese Stelle sollen möglichst bald Erinnerungssteine für dessen Frau Rosa sowie Augsburger Ehrenbürgerin Anna Pröll, eine Nolan-Tochter kommen. Noch liegt hierfür aber keine Genehmigung der Stadt vor, weshalb es erst in den letzten Tagen wieder zu Diskussionen zwischen Kulturreferent Weitzel und den Initiatoren gekommen war. 8 der 20 für einen Stolperstein vorgeschlagenen Opfer werden von der Stadt Augsburg bislang nach Auskunft des Initiativkreises Stolpersteine für Augsburg nicht akzeptiert.

Doch auch so wurden heute noch weitere Steine gesetzt. In Oberhausen wird nun vor der Wertachstraße 1 an die Familie Lossa, bei der Mittelstraße 2 an das Ehepaar Weichenberger und an der Reischlestraße 33 an die Familie Pröll erinnert.

Erinnerungsbänder werden im Laufe des Nachmittags bei der Donauwörther Straße 90 für die Sinti-Familie Reinhardt und in der Stadtbachstraße 9 für den getöteten Widerstandsaktivisten Josef Prantl angebracht.

Randnotiz: Das neue Pflaster am Martin-Luther-Platz war so fest, dass Demnig zu einem Steinschneider greifen musste. Der Staub zog in die Kreissparkasse und löste dort einen Feueralarm aus. Prompt kam die Feuerwehr mit einem Löschzug. 

 

Die Fotos von Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech

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