Augsburg und 16 weitere schwäbische Gemeinden erhalten rund 6,9 Millionen Euro aus Stadtumbauprogramm

„In diesem Jahr können wir im Stadtumbauprogramm der Bund-Länder-Städtebauförderung 17 Gemeinden in Schwaben mit rund 6,9 Millionen Euro von Bund und Freistaat unterstützen. Zusammen mit den kommunalen Eigenanteilen stehen den Programmgemeinden damit rund 10,1 Millionen Euro zur Verfügung“, teilte Bayerns Bauministerin Ilse Aigner anlässlich der Zuteilung der Mittel an die Gemeinden mit.

Ilse Aigner | Archivfoto: Wolfgang Czech

 

Der demografische Wandel stellt Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Auch in der Arbeitswelt gibt es Umwälzungen. Fabriken stehen leer, die Gebäude haben ihre Bedeutung verloren. Ähnlich die Flächen ehemaliger Kasernen und der Bahn. Das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“ unterstützt Kommunen dabei, genau diese Brachflächen zu aktivieren und neue Projekte anzustoßen.

Bestes Beispiel ist die Stadt Buchloe. Dank Fördermitteln kann sie den Bahnhof als regionale Mobilitätsdrehscheibe ausbauen und die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes fortführen. In einem zweiten Schritt errichtet sie westlich davon neue Parkplätze und großzügige Fahrradabstellanlagen. Die Stadt Lindau bereitet die Neukonzeption des Stadtmuseums im historischen ‚Cavazzen‘ auf der Insel vor. Die Städtebauförderung beteiligt sich an der Revitalisierung dieses bedeutenden Baudenkmals zusätzlich mit Mitteln der Förderinitiative ‚Innen statt Außen‘.

Bayernweit stehen im Stadtumbauprogramm 2018 insgesamt 146 bayerischen Gemeinden Fördermittel in Höhe von mehr als 70 Millionen Euro zur Verfügung. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich damit ein Gesamtinvestitionsvolumen von fast 95 Millionen Euro. Wesentliche Förderschwerpunkte sind 2018 auch wieder die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Brachflächen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung. „Wir wollen Leerstand beseitigen, Flächen aktivieren und die Innenentwicklung der Städte und Gemeinden vorantreiben.“

Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat: „Der Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Städte und Gemeinden ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen unseres Landes gelingt. Wir führen die erfolgreichen Programme der Städtebauförderung deshalb auf Rekordniveau fort: Der Bund unterstützt die Länder und Kommunen in diesem Jahr wiederum mit Bundesfinanzhilfen in Höhe von 790 Millionen Euro. Mit dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier können die Kommunen mit 200 Millionen Euro Programmmitteln weiterhin den wichtigen Ausbau und die Sanierung ihrer sozialen Infrastruktur vorantreiben. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass sich jeder in seiner Stadt oder seiner Gemeinde heimisch fühlt und gern in seiner Nachbarschaft lebt.“

Für das Förderjahr 2018 werden die Städtebauförderprogramme Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz, Kleinere Städte und Gemeinden und Zukunft Stadtgrün auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt. Länder und Kommunen erhalten damit eine verlässliche Planungsgrundlage und können ihre Projekte flexibler umsetzen. Zusammen mit dem Investitionspakt steht dieses Jahr rund eine Milliarde Euro an Fördermitteln bereit. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.

Die Förderung erfolgt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarungen Städtebauförderung und Soziale Integration im Quartier 2018 nach Gegenzeichnung aller 16 Bundesländer.

Fördermaßnahmen im Bund-Länder- Städtebauförderprogramm ʹStadtumbauʹ in Schwaben

  • Altenstadt, Ortskern, 1.199.000 Euro
  • Asbach-Bäumenheim, Gewerbebrache AGCO, 180.000 Euro
  • Ausgburg, Kaisermeile, Textilviertel, Hauptbahnhof mit Umfeld, Sheridan-Kaserne / Pfersee, Reese-Kaserne / Kriegshaber, Haunstetten, 1.200.000 Euro
  • Buchloe, Innenbereich, 300.000 Euro
  • Donauwörth, Alfred-Delp-Kaserne und Innenstadt 330.000 Euro
  • Illertissen, Altstadt und Bereich Nordwest, 120.000 Euro
  • Königsbrunn, Stadtzentrum, 150.000 Euro
  • Lindau, Inselstadt und Reutin, 1.730.000 Euro
  • Lindenberg i. Allgäu, Stadtkern, 34.000 Euro
  • Memmingen, Steinheim, 120.000 Euro
  • Mertingen, Ortskern, 450.000 Euro
  • Nördlingen, Altstadt und Bahnhofsbereich, 120.000 Euro
  • Pfaffenhofen a. d. Roth, Ortskern, 454.000 Euro
  • Pfronten, Ortsteil Ried, 60.000 Euro
  • Senden, Stadtmitte und Webereigelände, 180.000 Euro
  • Sonthofen, Stadtkern, 120.000 Euro
  • Tapfheim, Ortskern, 180.000 Euro