Augsburger Minis beteten mit Papst Franziskus bei der internationalen Ministrantenwallfahrt für den Frieden

Die vordersten Plätze bei der Papstaudienz, das leckerste Eis von Rom, das schönste Fotomotiv fürs Gruppenbild oder einfach nur Schatten: Es gab viele Dinge, denen Ministranten aus der ganzen Welt in der vergangenen Woche nachgejagt sind. Doch ein Ziel, das alle 65.000 Teilnehmer der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt in Rom verfolgten, war die Suche nach Frieden.

Höhepunkt der Wallfahrt war die Sonderaudienz mit Papst Franziskus und rund 90.000 Jugendlichen auf dem Petersplatz. (Foto_Simone Zwikirsch_pba).jpg

Das Wallfahrtsmotto „Suche Frieden und jage ihm nach“ war für die Minis an allen fünf Tagen der Romwoche spürbar und durchzog das gesamte Wallfahrtsprogramm. „Wie schön, dass ihr zusammen mit mir beginnt, nach dem Frieden Ausschau zu halten“, begrüßte Diözesanjugendpfarrer Dr.  Florian Markter rund 3.400 Ministranten aus dem Bistum beim diözesanen Eröffnungsgottesdienst vor genau einer Woche in der Lateranbasilika. Mit mehr als 30 Bussen sind die Augsburger Minis in der Nacht zuvor nach Rom aufgebrochen.

Der Höhepunkt der Wallfahrtswoche folgte an Tag zwei. Eine Sonderaudienz mit Papst Franziskus brachte alle 65.000 Teilnehmer der Ministrantenwallfahrt sowie rund 25.000 Kurzentschlossene auf dem Petersplatz zusammen. Zwei Ministrantinnen aus dem Bistum sind dem Papst dabei ganz nahe gekommen: Lena Göppel aus der PG Mindelheim durfte während der Audienz eine Fürbitte lesen und Katharina Unglert aus der Pfarrei Tussenhausen überreichte Papst Franziskus das Pilgertuch der Ministrantenwallfahrt.

Dem Papst nicht ganz so nahe aber trotzdem mittendrin war die Ministratengruppe aus der Pfarrei Herz Jesu im Augsburger Stadtteil Pfersee. Nach langen Warteschlangen und Sicherheitskontrollen am Eingang des Petersplatzes ergatterte sie ein Plätzchen mit guter Sicht nach vorne, wo sich dann auch schnell das Rom-Feeling einstellte. „Als wir am Petersplatz angekommen sind, hat man erst so richtig realisiert, dass wir wirklich mit mehreren Zehntausend anderen Ministranten gemeinsam in Rom sind“, fasst Luisa ihre Eindrücke zusammen. Nun dauerte es auch nicht mehr lange, bis die Pferseer in die ausgelassenen und mehrsprachigen Gesänge der Menge mit einstimmten. Bei den bekannten Liedern, die alle mitsingen konnten, sei das Gemeinschaftsgefühl unter den Minis auf dem Petersplatz noch stärker geworden, betont Katharina und nennt als Beispiel das Weltjugendtagslied „Jesus Christ, you are my life“. „Man kam dort auch mit jedem, egal woher, schnell ins Gespräch“, ergänzt Michaela. Sie habe besonders die Atmosphäre begeistert, die während der Audienz auf dem Petersplatz zu spüren war. Das Friedensgebet und die Ansprache von Papst Franziskus verfolgten die Gruppe über zwei große Videoleinwände mit. „Liebe Ministranten und Ministrantinnen, der Petersplatz und die ganze Kirche sind voll von eurer Freude. Herzlichen Dank, dass ihr da seid und für euren Dienst!“, richtete sich Franziskus mit einem Grußwort an die jubelnden Minis aus aller Welt.

Am Mittwoch stand für die Jugendlichen das „Blind Date“ auf dem Programm. Ziel der Aktion war allerdings nicht, einen katholischen Partner fürs Leben zu finden, sondern über die Diözesangrenzen hinweg Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. Alle 65.000 Teilnehmer der Wallfahrt haben sich dazu gleichzeitig an über 300 Plätzen in ganz Rom getroffen. Es wurden Hände geschüttelt, die Minis interviewten sich gegenseitig, gaben sich Friedenswünsche mit auf den Weg. Nach einem gemeinsamen Gebet und Lied im Anschluss hatten die Minis die Gelegenheit, ihre Gespräche fortzusetzen, Wallfahrtstücher auszutauschen und Unterschriften auf den T-Shirts, Tüchern und Fahnen zu sammeln.