„Augsburger Weg“ der Erinnerungskultur startet

Mit der Verlegung der ersten zwölf „Stolpersteine“ und Anbringung von zwei „Erinnerungsbändern“ startete gestern der „Augsburger Weg“ der Erinnerungskultur für die Augsburger Opfer des nationalsozialistischen Regimes (wir berichteten).

Der „Augsburger Weg“ der Erinnerungskultur für die Augsburger Opfer des NS-Gewaltregimes startete gestern mit der Verlegung der ersten zwölf „Stolpersteine“ und der Anbringung von zwei „Erinnerungsbändern“, wie hier für die Sinti Familie Reinhardt in der Donauwörtherstraße 90. | Foto Stadt Augsburg/Reinhard Strobl

„Da wir zwei verschiedene Formen für eine angemessene Erinnerung im öffentlichen Raum anbieten, haben wir einen sehr schönen und einzigartigen Weg, auf die verständlichen, individuellen Wünsche und Vorstellungen der Angehörigen einzugehen“, so Kulturreferent Thomas Weitzel.

Foto: Wolfgang Czech

Angeregt und organisiert wurde der „Augsburger Weg“ durch diverse bürgerschaftliche Initiativen in Zusammenarbeit mit Experten sowie Vertretern von Politik und Stadt Augsburg. Neben den „Stolpersteinen“ mit gravierten Messingplatten, die im öffentlichen Raum vor dem letzten freiwillig bezogenen Wohnort der Opfer verlegt werden, gibt es auch „Erinnerungsbänder“, welche beispielsweise an Laternensäulen und Straßennamenträgern angebracht werden. Ihre Formgebung wurde im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbes gefunden. Alle Erinnerungszeichen des „Augsburger Weges“ werden durch Bürgerstiftungen finanziert.

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