BDL-Chef will effizientere Personenkontrolle

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Dieter Scheurle, fordert eine schnellere Abfertigung der Passagiere an deutschen Flughäfen. „Nicht länger als zehn bis 15 Minuten“ solle diese dauern, sagte Scheurle den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). „Bei der Personenkontrolle sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, so der BDL-Chef. Sicherheitskontrolle am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

Es gebe viel Potenzial, das man das auch in Deutschland weitaus effizienter und kundenfreundlicher machen könne als bisher. Scheurle erklärte, dass in Deutschland bisher die öffentliche Hand für die Personenkontrolle verantwortlich sei, nicht die Flughäfen selbst. Es sei ja schon heute so, dass die Bundespolizei private Firmen beauftrage.

Nach Ansicht des Luftverkehrs-Präsidenten sollen die Flughäfen künftig freier agieren können: „Die Durchführungsverantwortung, also die Auswahl der Firmen und der eingesetzten Technologie sowie die Prozesse selber, müssen stärker in die Hände derer, die vor Ort und nah am Geschehen die Kontrollen steuern. Deswegen sollte, wo das möglich ist, das an die Flughäfen unter Beteiligung der Fluggesellschaften abgegeben werden.“ Er beklagte, dass deutsche Airports im europäischen Vergleich viel zu langsam abfertigen. „Statistisch gesehen ist zum Beispiel der Durchlauf an Flughäfen wie Brüssel, London oder Madrid an jeweils einer Kontrollspur etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Und Brüssel, London, Madrid oder Washington sind ja keine unsicheren Flughäfen“, betonte der BDL-Präsident, der auch Chef der Deutschen Flugsicherung ist.

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