„Betreuter Treff in der Dinglerstraße ist sinnvoll“ – SPD Augsburg unterstützt Pläne des Ordnungsreferenten

Um die Situation am Helmut-Haller-Platz langfristig zu verbessern, plant die Stadt Augsburg einen betreuten Treffpunkt für Menschen in besonderen sozialen Lebenslagen im nahen Wohngebiet. Die Entscheidung hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt erhält Ordnungsreferent Dirk Wurm (SPD) Rückendeckung von seiner Partei.

Ordnungsreferent Dirk Wurm präsentierte ein Objekt in der Dinglerstraße als betreuten Treff

 

Die SPD Augsburg hält für die Einrichtung eines betreuten Treffs in Oberhausen für sinnvoll, weil damit der Helmut-Haller-Platz als etablierter Treffpunkt der Alkoholiker- und Drogenszene entlastet und den Abhängigen geholfen werden kann. Sie brauchen einen betreuten Ort, wo sie für eine gewisse Zeit der Konsumspirale entkommen können. Eine ärztliche Sprechstunde ist ebenso wie ein Mittagstisch mittelfristig wünschenswert. „Eine stationäre räumliche Betreuung auf dem Platz, etwa in einem Container, stellt für uns keine sinnvolle Alternative dar, da sich dadurch die aktuellen Zustände verfestigen und eher noch verschlimmern könnten“, sagte Ulrike Bahr, Vorsitzende der SPD Augsburg.

Daher unterstützt die SPD Augsburg den Ordnungsreferenten in seinem Vorgehen dieses alternative Aufenthaltsangebot zu etablieren und teilt seine Einschätzung, dass es für diese Art von sozialer Einrichtung leider keinen idealen Standort gibt.

„Wir nehmen die Fragen und Befürchtungen der Bewohnerinnen und Bewohner rings um die Dinglerstraße sehr ernst und sind der Meinung, dass das vorgelegte Konzept der Drogenhilfe Schwaben und des SKM für den betreuten Treff tragfähig ist. Das Personal muss entsprechend sinnvoll ausgestattet sowie Öffnungszeiten nach Bedarf ausgeweitet werden“, so Bahr.

Eine staatliche Förderung dieser Maßnahme hält die SPD Augsburg daher für sinnvoll und wünschenswert. Es geht nicht darum die Anwohner und Bewohner von Dinglerstraße und Helmut-Haller-Platz gegeneinander oder von Quartieren untereinander auszuspielen, sondern es geht darum, gemeinsam und solidarisch für die Schwächsten in der Gesellschaft einzustehen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, findet Bahr. „Wir werden wir uns auch weiterhin um eine nachhaltige Aufwertung aller Wohnquartiere in Oberhausen und entlang der nördlichen Wertach einsetzen“.

Vorhaben trifft auf breite Kritik

Nicht nur das Vorgehen des Augsburger Ordnungsreferenten Dirk Wurm stieß auf Gegenwind (wir berichten), sondern auch die Entscheidung an sich. Die einen forderten die Errichtung eines Containers am Haller-Platz als Anlaufstelle, die anderen kritisierten primär die zentrale Lage des betreuten Treffs mitten im Wohngebiet. Auch die bisher angedachten kurzen Öffnungszeiten sorgen für negative Reaktionen.